Leserbriefe

 

Ausgabe 10 vom 12. März 2017

Das Beste für Ronsdorf

Betrifft: „Das Beste für Ronsdorf herausholen“, RSB vom 05.03.2017

In diesem Bericht macht Haimo Bullmann einen bestechenden Vorschlag, wie man den Aus­bau der L 419 planen könnte, wenn man denn wollte. Es ist ein Vorschlag, der die meisten der von vielen Bürgern befürchteten Nachteile für die Ronsdorfer während der Bauzeit und danach vermeiden könnte.
In der obigen Ausgabe des SonntagsBlattes hat Leserbriefschreiber Hans-Jürgen Bon­gardt sehr eindrucksvoll die so nicht hinnehmbaren Folgen der momentan bekannten aberwitzigen Planungen für Ronsdorf beschrieben. Sehr beeindruckt hat mich auch die Überschrift des oben erwähnten Artikels „Das Beste für Ronsdorf herausholen“. Hier spricht Haimo Bullmann das aus, was sicherlich viele Ronsdorfer von den politischen Akteuren in Bezirksvertretung und Stadtrat erwarten. Ist es nicht die Aufgabe der gewählten Politiker, das Beste für den Stadtteil und die Stadt herauszuholen?
Stattdessen wird eine Bürgerinitiative „Ronsdorfer für die L 419“ gegründet, die die Planungen von Straßen NRW forcieren will, eine bessere Lösung aus Kostengründen ablehnt und die nachteiligen Folgen für Ronsdorf schlichtweg ignoriert. Ich wünsche jedenfalls den Ehrenamtlern der Bürgerinitiative „Keine Autobahn durch Ronsdorf“, die immer wieder die vorliegende Planung in Frage stellen, den Erfolg, den sie und damit die Ronsdorfer Bürger verdienen.

Bruno Wortmann
Astilbenstr. 18
42369 Wuppertal

Ausgabe 09 vom 5. März 2017

Thema L 419 verdient Diskussion und Aufklärung

Ich bin grundsätzlich für den Lückenschluss, kann aber den Argumenten der Befürworter dieser diletanttischen Ausführungsplanung nicht folgen.
Man muss wissen, dass die Politik diesen Ausbau so wie geplant bestimmt hat und mit aller Macht versucht, ihn durchzusetzen. Was haben sich die verantwortlichen Politiker nur bei dieser Planung gedacht, denn wer fängt schon beim Hausbau mit dem Dach an? Was erwartet uns, wenn der Umbau wie geplant fertiggestellt wird?
Schon jetzt ist am Lichtscheider Kreisel in den Hauptverkehrszeiten für die Rechtsabbieger in Richtung Barmen Stau bis hin zur Kreuzung Staubenthaler Straße festzustellen. In der Gegenrichtung gilt Gleiches, hier staut sich der Verkehr vor der Blombachtalbrücke mitunter bis zur Kreuzung Erbschlöer Straße. Mit Grauen denke ich an die  Sanierung der L 419 vom Kreisel bis zur Kreuzung Erbschlöer Straße. Die Verkehrsbetriebe haben Verspätungen beklagt, Schüler sind zu spät in ihrer Schule angekommen, Arbeitnehmer waren nicht rechtzeitig am Arbeitsplatz.
Was haben sich die Politiker zur Lösung dieses Problems ausgedacht und eine adäquate Lösung den Planern auferlegt?
Zur Beseitigung dieses Problems ist ein Tunnel die beste Lösung, aber dafür ist angeblich kein Geld da. In den Medien wird bekannt, dass der Verkehrsminister Dobrindt 10 Millionen Euro zusätzlich für externe Berater zur Befriedung der EU-Vorschriften zur unendlichen Geschichte „Maut“ benötigt.  
Vor dem Ausbau bis zum Engpass (von vier auf zwei Fahrspuren) vor der sanierungsbedürftigen Blombachtalbrücke ist die Fertigstellung des Abstiegs zur A 1 unerlässlich!
Aber wie soll das Problem der jahrelangen (mindestens zwei Jahre) Verkehrsbehinderungen durch Stau – keine freie Fahrt für Busse, oder Feuerwehr und Krankenwagen –  gelöst werden, wenn vor der Blombachtalbrücke und dem Lichtscheider Kreisel täglich lange Staus entstehen?  Eine Antwort hierauf fehlt bis jetzt!
Denn wenn der Verkehr fließen soll, ist der Abstieg zur A 1 Vorbedingung.
Die Politik nimmt mit dieser Planungsausführung durch jahrelangen Stau vor der Blombachtalbrücke und dem Lichtscheider Kreisel (hier fehlt besonders der Schallschutz) billigend in Kauf, dass sich die Verkehrsteilnehmer den Weg durch den Stadtkern von Ronsdorf suchen und damit die Anwohner den gesundheitsgefährdenden Abgasen, dem Feinstaub und Lärm aussetzen.
Bedauerlich ist nur, dass sich unsere Stadtoberen so wenig oder garnicht für die Belange und Gesundheit der Bürger einsetzen!
Übrigens, Wuppertal ist die einzige mir bekannte Stadt bundesweit, die sich eine autobahnähnliche Straße durch ein Naherhohlungsgebiet leistet und dabei auch einen Ortsteil trennt.

Hans Jürgen Bongardt
Erbschlöer Straße 17
42369 Wuppertal

 Ausgabe 08 vom 26. Februar 2017

Elias-Eller-Straße

Betrifft: Appell an Hundebesitzer

Täglich müssen wir, wenn wir vom Einkaufen kommen, oben an der Wiese im letzten Abschnitt der Elias-Eller-Straße vorbei. Diese Wiese ist dermaßen besät mit Hundehaufen, dass man gar nicht an die wärmere Jahreszeit, die vor uns liegt, denken mag, weil es dann so stinken wird, dass man dort nicht mehr vorbeigehen kann. Ein schöner Anblick ist das nicht.
Bitte, liebe Hundebesitzer, nehmen sie doch ein Tütchen mit, wenn Sie Ihren Hund Gassi führen und entfernen Sie seine Hinterlassenschaften, wie es vorgeschrieben ist.
Ich nehme an, dass Sie nicht gegenüber dieser Wiese wohnen, denn vor Ihrem eigenen Haus würden Sie so eine Schweinerei nicht gerne haben wollen.

Annemarie Huth
Elias-Eller-Straße 163
42369 Wuppertal

Ausgabe 07 vom 19. Februar 2017

Überörtliche Straßenlage bedenken

Betrifft: Geplanter Ausbau der L 419 (Parkstraße)

Nachdem der Anschluss der Autobahn 46 an die Elberfelder City – Kiesbergtunnel – fertig war, begann die Planung für die Fertigstellung des Autobahnringes um Wuppertal. Das war die L 418 mit dem Überflieger Lichtscheid – L 417 – und der Anschluss an die A1 mit der L 419. Der Bau der L 418 sollte über den Boltenberg gehen. Nach vielen Diskussionen wurde beschlossen, einen Tunnel zu bauen, um den Boltenberg zu schützen.
Interessant ist noch, dass die CDU gegen den Ausbau der    L 418 war. Also ist ebenfalls denkbar, für L 419 eine Tunnellösung anzustreben.
Folgende Punkte sind noch interessant:

  1. Die L 419 ist für Ronsdorfer wichtig, weil darüber der Zugang nach Elberfeld und Barmen läuft.
  2. Für die ausgebaute Bundesstraße oder vielleicht Autobahn würde Maut anfallen. Jeder Ronsdorfer müsste also in Zukunft Maut bezahlen.
  3. Welche Belastung hält der Überflieger Lichtscheid aus? Muss er vielleicht neu gebaut werden?
  4. Die Verkehrsbelastung muss für einzelne Stundengruppen angegeben werden. Eine Gesamtzahl für 24-Stunden verschleiert die Verkehrsbelastung.
  5. Im Bebauungsplan für IKEA ist der Alternativ-Standort Lichtscheid mit der Begründung abgelehnt worden, weil die Blombachtal-Brücke vorher erst ertüchtigt werden muss. Wenn das richtig ist, muss vor dem Ausbau der L 419 erst die Blombachtal-Brücke ertüchtigt werden, beziehungsweise muss der Abgang zur A 1 gebaut sein. Das ist dann auch eine Entlastung für Linde.                  
  6. Die A 46 soll in den nächsten Jahren ausgebaut werden, wahrscheinlich bis 2025. Es ist nicht vorstellbar, dass zur gleichen Zeit ein wie auch immer gearteter Ausbau der L 419 begonnen werden kann.
  7. Es ist unlogisch, nur über den Ausbau der L 419 zu sprechen, ohne die gesamte überörtlich wichtige Straßenlage Wuppertals in ihren Auswirkungen zu diskutieren und zu bewerten.

Ernst-Ulrich Schumann
Edmund-Strutz-Weg 22
42369 Wuppertal

Ausgabe 06 vom 12. Februar 2017

Zeit für bessere Lösung

Betrifft: L 419, Petition an Landtag und Bundestag

Dass eine Autobahn A 44 nicht durch den Ort Küchen gebaut wird, sondern der Ort mit einem Tunnel unterquert wird, beweist, dass es in Hessen verantwortungsbewusste  Volksvertreter und Planer gibt. Es wurde nicht nach der billigsten Lösung ohne Rücksicht auf die Menschen, Natur und Tiere gesucht sondern die nachhaltige Bauweise - die Untertunnelung - gewählt.
Zahlen und Fakten (Quelle „www.wupper.link/2l0t3FH“):    
Zwei Röhren - Nord-Röhre 1.333 Meter und Süd-Röhre 1.372 Meter lang / Bauzeit: 2012 bis 2015 / Gesteinsformation: Mittlerer Bundsandstein / Überdeckung: von 5,5 Meter bis 47 Meter / Kosten: 67 Millionen Euro.
Würde der Lückenschluss von der L 418 zur Autobahn A1 - Auffahrt Linde - als circa 3.000 Meter langer Tunnel durchgeführt, ergibt die Hochrechnung Baukosten von etwa 150 Millionen Euro. Die zusätzliche, aufwendige und kostenintensive Auffahrt kann entfallen.
Das Geld ist da; denn die Landesregierung hat in 2016 Steuermehreinnahmen in Höhe von 217 Millionen Euro eingenommen und könnte den Tunnel hiervon finanzieren.

Joachim Wendt
Schenkstraße 26
42369 Wuppertal

Ausgabe 06 vom 12. Februar 2017

Geschlossenheit gefordert

Betrifft: L 419, Petition an Landtag und Bundestag

Diese Petition der Bürgerinitiative „L419 - keine Autobahn durch Ronsdorf“ sollten sich mindestens alle Bürger Ronsdorfs einmal zu Gemüte führen. Es wäre zu wünschen, dass sich mindestens die politischen Gremien und Personen dieses Stadtteils dieser Petition anschließen würden.
Ich glaube, wenn die Politik einsehen würde, dass in diesem Falle Geschlossenheit das Beste für das Gelingen dieser Petition ist, wären wir einen Schritt weiter. Es ist ein Irrglaube vieler Bürger (und Politiker), dass „Je schneller es losgeht, desto besser“.  Die Probleme werden nur aufgeschoben.
Was heute am Lichtscheider Kreisel zur Hauptverkehrszeit los ist, wird nicht besser, wenn nach hundert Metern die Straße vierspurig wird.

Herbert Blume
Am Knöchel 27
42369 Wuppertal

Ausgabe 05 vom 5. Februar 2017

Thema des Jahres 2017

Betr.: Ausbau der Landesstraße 419, Parkstraße

Die Bürgerinitiative „L 419 - keine Autobahn durch Ronsdorf“, stimmt dem Ronsdorfer Bezirksbürgermeister Harald Scheuermann-Giskes voll zu.  Ja, die vom Land geplante Billiglösung an der Parkstraße und das dazu notwendige Planfeststellungsverfahren werden die aufregenden Projekte in Ronsdorf für das Jahr 2017 und damit auch für die Landtags- und Bundestagswahl werden. Die Ronsdorfer Bürger werden im Planfeststellungsverfahren nämlich lesen können, dass sie während des Berufsverkehrs auf der Parkstraße tatsächlich nicht mehr an den Ampeln im Stau stehen müssen.
Dem in der Öffentlichkeit bekannten Vorentwurf für die Landesstraßenmaßnahme „L 419 - Neubau“ ist zu entnehmen, dass an der Staubenthaler und der Erbschlöer Straße auf einer Strecke von 400 Metern jeweils drei Ampelanlagen eingerichtet werden sollen.
Jeder Autofahrer kann selbst beurteilen, welches Chaos auf die Ronsdorfer Autofahrer zukommen wird.
Dieses Ampelchaos an den Zufahrtsstraßen zur neuen Autobahn ist nur einer der Gründe für die Bürgerinitiative „L 419 - keine Autobahn durch Ronsdorf“, für den Straßen-Neubau an der Parkstraße eine Tunnellösung zu fordern.
Gegen einen Plangeststellungs-Beschluss über die geplante Billiglösung wird die Bürger-Initiative „L 419 - keine Autobahn durch Ronsdorf“ sämtliche Rechtsmittel vor den Verwaltungsgerichten  ausschöpfen!

Peter Stuhlreiter
Sprecher der Bürgerinitiative L 419 - keine Autobahn durch Ronsdorf
Im Saalscheid 7
 42369 Wuppertal

Ausgabe 04 vom 29. Januar 2017

Es geht hier um Menschenleben

Betr.: „Neuer Bedarfsplan“, SonntagsBlatt 3/2017

Der neue Rettungsdienstbedarfsplan 2016 stellt unter anderem für Ronsdorf  ein Missverhältnis zwischen Alarmierung und dem Eintreffen beim Patienten sowohl für Rettungswagen (RTW) als auch für den notärztlichen Dienst fest – insbesondere tagsüber. Die neugesetzten Hilfsfristen von acht Minuten können mehrheitlich nicht eingehalten werden. Jeder kennt die Situation einer hoffnungslos verstopften Parkstraße während der Hauptverkehrszeiten. Bisher kommt jeder Notarzt bzw. Rettungswagen über diesen Weg.
Da eine Erweiterung der Wache Hahnerberg nicht möglich ist, soll deshalb ein Neubau in Ronsdorf am Erich-Hoepner-Ring hier Abhilfe schaffen. Dieser Neubau wird aber vermutlich erst 2018 begonnen werden können. Eine Übergangslösung – so das  SonntagsBlatt – soll mit einem Rettungswagen (RTW) vom Standort des Technischen Hilfswerks (THW)  in der Otto-Hahn-Straße erfolgen.
Ich möchte Verwaltung und Politik bitten die Interimslösung so zu praktizieren, dass diese zu 100 Prozent der angedachten Endplanung entspricht, das heißt inklusive der Stationierung eines Notarztes (zumindest in den Tagesstunden)! Es kann nicht sein, dass trotz erkanntem Mangel erst in 2-3 Jahren hier eine abschließende Lösung erfolgt. Wenn der Mangel erkannt ist, muss er auch zu 100 Prozent unverzüglich beseitigt werden! Platz müsste auch ausreichend vorhanden sein, da der Malteser Hilfsdienst mit seinen Fahrzeugen schon seit geraumer Zeit den Standort beim THW verlassen hat.
Ich möchte nicht zu den Patienten gehören, die vielleicht „den Löffel abgeben“ müssen, nur weil die Interimslösung halbherzig ausgelegt ist.
Deshalb nochmals meine Bitte: Prüfen Sie bitte, ob nicht unverzüglich  RTW und Notarzt übergangsweise bis zum Neubau einer eigenen Wache beim THW stationiert werden können. Es geht um nicht mehr oder weniger als um Menschenleben!

Jürgen Haselhorst
An den Friedhöfen 51
42369 Wuppertal

Ausgabe 04 vom 29. Januar 2017

Lieblingspaketzusteller

Betr.: „Montags ist für die Zusteller der ruhigste Tag“, SonntagsBlatt 3/2017

Endlich hat mein Lieblingspaketzusteller einen Namen. Also nutze ich diese Plattform, um einfach mal „Danke“ zu sagen. Auch bei uns in der Krim kommt Herr Kaymer immer gutgelaunt, auch wenn das Paket noch so sperrig ist. Und wenn wir nicht persönlich da sind, hat er immer einen Moment mehr Zeit, zu warten, bis meine Oma an der Tür ist. Und die ist halt nicht mehr so schnell. Wir merken immer, wenn er mal nicht da ist, denn dann liegt das Paket nicht gegebenenfalls bei den Nachbarn, sondern in der Filiale.
Von Herrn Kaymer können sich ganz viele seiner Kollegen eine ganz dicke Scheibe abschneiden, was das angeht.
Lieber Herr Kaymer, DANKE, Sie machen einen tollen Job.

Anja Major
In der Krim 49
42369 Wuppertal

Ausgabe 03 vom 22. Januar 2017

Eine engagierte Ronsdorferin

Zum Tode von Ingrid Rode:
 
Sie hat sich eingesetzt für ältere Mitbürger, aber sie durfte selbst nicht alt werden.
Ingrid Rode, Vorstandsmitglied des Sozialen Hilfswerks Ronsdorf, ist nur 68 Jahre alt geworden. Dabei war sie voller Hoffnung, ihre bösartige Erkrankung zu überwinden.
Die studierte Physikerin wollte noch so Vieles erkunden. Sie wollte wissen, wie die Welt tickt und sie hat sie bereist. Aber zu Hause blieb sie in Ronsdorf  –  bei ihren geliebten Katzen und ihrem Garten. Nach ihrer Pensionierung setzte sie – neben ihrem politischen Engagement –  die Arbeit ihrer Mutter Else für das Soziale Hilfswerk (SHW) mit seiner Senioren-Begegnungsstätte fort. Sie eignete sich Buchhaltungskenntnisse an und verantwortete fortan die Finanzen. Was für Besucher der Einrichtung „nur Hintergrund“ ist, hat für deren Existenz große Wichtigkeit und braucht unbedingt engagierte Nachfolge.
Ingrid Rode wollte, dass es älteren und alten Ronsdorfern gut geht, dass in der Begegnungsstätte Gedankenaustausch gepflegt wird und neue Anregungen, vielleicht  auch Hilfe, zu erhalten sind, dass niemand an Vereinsamung erkrankt.
Für alles das danken wir ihr.
Sie wird in unserem Gedächtnis bleiben.

Christel Windgaßen
Soziales Hilfswerk
Erbschlöer Straße 9
42369 Wuppertal

Ausgabe 03 vom 22. Januar 2017

Nicht verbieten, Schlüsse daras ziehen

Betr.: Rede von AfD-Sprecher Björn Höcke in Dresden

Vor einiger Zeit besuchte ich Berlin. Mein Interesse war unter anderen auch dem Technischen Museum gewidmet.
Beim Besuch der Abteilung „Eisenbahnen“ stand ich unversehens vor einem jeder groben Vieh-Güterwagen, in denen unsere damaligen Mitbürger jüdischen Glaubens oder Herkunft in die von dem Abschaum deutscher Geschichte errichteten Mordfabriken abtransportiert wurden. Es war ein schauriges Erlebnis, in diesem Wagen zu stehen.
Später besuchte ich auch jenes, von diesem „Herrn“ Hö-cke als Schandmal bezeichneten, Holocaust-Denkmal. Wenn man durch die Gassen der Steinblöcke geht, verspürt man ein wenig von der Verzweiflung und Verlassenheit jener Männer, Frauen und Kinder, denen man jegliche Achtung entrissen hatte.
 Nun hörte ich diese markigen Sprüche jenes „Herrn“ Höcke mit Entsetzen. Dieser wurde noch mit dem Beifall seiner Versammlung unterstützt. Wenn es ein Schandmal bei uns gibt, so ist es diese Gesellschaft.
Man soll diese Auftritte nicht verbieten. Jeder soll sich dies anhören und hoffentlich die rechten Schlüsse daraus ziehen. Nur so wird sich eine wahre Demokratie festigen.
Im Sinne unserer kommenden Generationen in Europa wünsche ich mir von Herzen, dass diese sich erhält und verstärkt. Denn werden wir diese Freiheit verlieren, wird dies eine sehr schmerzliche Erfahrung werden.

Hans Halbach
(Jahrgang 1935)
Remscheider Straße 72
42369 Wuppertal

Ausgabe 01 vom 8. Januar 2017

Stolz auf den Vater

Betr.: „Feige und ehrenlos“, Leserbrief im RSB v. 18.12.16

Sehr geehrter Herr Schneider, schade, dass Sie meinen Schwiegervater nicht kennen. Ich glaube sie würden sich gut verstehen. Er war bei der SS- Totenkopf-Division (ganz freiwillig). Ich (Jahrgang 1954) bin jedenfalls stolz auf meinen Vater (Jahrgang 1916), der mich als Kind bei Spaziergängen in die Ronsdorfer Anlagen und auf Erbschlö mitnahm und mir erklärte, was damals am Schießstand geschehen ist.
Auch er wurde als junger Mann, ohne wenn und aber, zum Wehrdienst eingezogen. Im Laufe des Krieges wurde er Ehemann und Vater. Zum Ende des Krieges desertierte er und hat niemanden ehrlos und feige verlassen, sondern auf diesem Wege noch vielen anderen geholfen. Er hat die Sinnlosigkeit dieses Krieges nicht mehr ertragen und daraus seine persönlichen Konsequenzen gezogen. Aufgrund dieser mutigen Entscheidung bin ich bis heute noch ganz stolz auf meinen Vater.
Herzlichen Dank an Dr. Jochen Denker für seine gute und sachlich qualifizierte Antwort, und an die Schüler der Erich-Fried-Gesamtschule. Ihr seid auf dem richtigen Weg, macht weiter so.  P.S.: Wie wäre es mal mit Literatur von Erich Fried an Herrn K. Schneider?

Annette Bosbach
Adresse ist
der Redaktion bekannt

Ausgabe 01 vom 8. Januar 2017

Demokraten sind hier gefordert

Betr.: „Feige und ehrenlos“, Leserbrief im RSB v. 18.12.16

Der Leserbrief von Herrn Schneider hat mich wütend gemacht. Er nennt die Deserteure die, „die ihre kämpfenden Kameraden“ feige und ehrlos.
Ich glaube hier braucht Herr Schneider ein wenig Nachhilfe zur deutschen Geschichte der Nazi-Zeit. Die möchte ich nicht nur Herrn Schneider, sondern vor allen Dingen jüngeren  Menschen vermitteln, die diese Zeit von 1933 bis 1945 nicht erlebt haben.
Ich selbst - Jahrgang 1941 - habe auch diese Zeit nicht bewusst erlebt. Durch den Tod meines Vaters, der 1942 vor Leningrad, wie es damals hieß, für „Führer, Volk und Vaterland“ gefallen war, habe ich mich sehr intensiv mit der Nazi-Zeit beschäftigt.
Ich habe mich gefragt: Warum musste mein Vater für „dieses Deutschland“ kämpfen?
Mit der Machtübertragung 1933 an die Nazis und ihrem Führer Adolf Hitler festigte sich der Faschismus mit Terror und Mord gegen die Arbeiterparteien, Gewerkschaften und allen anderen Demokraten. Die jüdische Bevölkerung wurde aus allen Bereichen des Staates entlassen und aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen. Bis hin zum millionenfachen Mord in den Konzentrationslagern. Der von der deutschen Wehrmacht am 1. September 1939 entfesselte Krieg war von Anfang an als ein brutaler Eroberungs-, Ausbeutungs- und Vernichtungskrieg gegen die Völker Europas geplant und wurde so durchgeführt.
Ich frage Sie, Herr Schneider: Was hat mein Vater 1940 in Frankreich und 1942 bis zu seinem Tod in Russland verloren, hat er sich verteidigt? Nein! Er war ein Teil in diesem von Deutschland entfesselten Angriffskrieg. Er wäre besser 1942 übergelaufen und dann nach 1945 aus Kriegsgefangenschaft zurückgekommen. Er hätte mich und ich ihn kennengelernt. Falsch verstandene Kameradschaft und Corp-Geist haben millionenfaches Leid hervorgebracht.
Die von Herrn Dr. Denker verfasste Stellungnahme kann ich nur voll unterstützen und finde seine Ausführungen ausgewogen und erklärend.
Dennoch möchte ich eine Anmerkung zu seinen Ausführung über „das nicht Springen über jedes Stöckchen“ machen: Wenn Herr Schneider schreibt, dass „Millionen von Muslimen und Negern“ unser Land „fluten“, dann ist das für mich kein Stöckchen sondern eine widerliche rassistische Aussage, die den Rechtspopulisten der AfD den Pegidas und Co. Vorschub leistet. Hier sind alle Demokraten gefordert, ihre Stimme zu erheben, um den Rassisten zu widersprechen.
Noch ist es nicht zu spät!

Henner Hecht-Wieber
Friedenshort 64
42369 Wuppertal

 

Ausgabe 01 vom 8. Januar 2017

Dank für spontane Hilfe

Betr.: Beherztes Eingreifen zur Unfallvermeidung

Am Dienstag, 13. Dezember, ist unser dreijähriger Sohn mit dem Laufrad die Scheidtstraße in Ronsdorf herunter gerast. Kurz vor der Ausfahrt an der Grundschule Engelbert-Wüs-ter-Weg kam leider recht flott ein Auto von links. Vor der Ausfahrt standen am Gehweg drei Frauen, welche spontan zugegriffen und so einen Unfall unseres Sohnes verhindert haben. Wir möchten den drei Frauen auf diesem Wege nochmals von ganzem Herzen danken.


Veit Nolzen
Staubenthaler Höhe 51
42369 Wuppertal

Ausgabe 49 vom 11. Dezember 2016

Dank an die Nachbarn

Liebe „Mühlenfeld“- Nachbarn, wir haben vor einigen Tagen im „Mühlenfeld“ unsere selbst gebastelten Papiersterne an Ihren Haustüren verkauft. Wir möchten allen Käufern auf diesem Weg herzlich danken! Durch Ihre tatkräftigen Spenden konnten wir 35 Euro an das Kinderhospiz Burgholz spenden. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien eine schöne Adventszeit, frohe Weihnachten und alles Gute für das Jahr 2017! Es grüßen und sagen noch einmal vielen Dank.

Luca Matys und Marie Schumacher
Mühlenfeld 46
42369 Wuppertal

 

Ausgabe 46 vom 20. Oktober 2016

Wir sind nur geduldete Gäste auf Scharpenacken!

Als erste Vorsitzende des Vereins „Hundefreunde Scharpenacken“ möchte ich auch auf diesem Weg noch einmal eindringlichst an alle SonntagsBlatt-lesenden Hundehalter appellieren, die auf dem Scharpe Gassi gehen.
Der Verein wurde 2011 gegründet, als das Thema allgemeine unbegrenzte Leinenpflicht auf Scharpe schon einmal zur Diskussion stand. Seinerzeit haben wir mit der Unteren Landschaftsbehörde und dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW ein gutes Miteinander gefunden und ein Regelwerk entwickelt, welches für den verantwortungsvollen Hundehalter eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte.
Diese Regeln gelten für den Hundefreilauf auf Scharpenacken:
• Wir betreten nicht die eingezäunten Schutzbereiche.
• Wir leinen unsere Hunde in der Nähe von Schafen immer an und weisen uns gegenseitig auf den Standort der Schafe hin.
• Wir entfernen Hundekot von den Wegen und Wiesen und entsorgen den Hundekot in die bereitgestellten Hundetoiletten.
• Wir nehmen Rücksicht auf die anderen Besucher (vor allem auf Kinder und Ältere) und unterbinden unkontrollierte, unerwünschte Annäherungen.
• Wir leinen unsere Hunde bei Annäherung von Reitern grundsätzlich an.
• Wir weisen uns auf im Gelände gesichtete Rehe, Hasen, Füchse oder anderes Wild hin und leinen unsere Hunde im Gefahrenbereich an.
• Bei hoher Besucherdichte meiden wir den zentralen Hauptweg und weichen auf die nicht eingezäunten Wiesen oder in weniger frequentierte Bereiche aus.
• Wir unterbinden das Buddeln auf den Weideflächen, damit durch die Löcher keine Gefahren für Mensch und Tier entstehen.
• Wir unterlassen das Fellausbürsten, damit Schafe durch das Verschlucken von Fellbüscheln keine tödlichen Darmverschlüsse erleiden müssen.
• Wir betreten keine hochgewachsenen, zur Heuernte bestimmten Wiesen.
• Wir leinen bei Dunkelheit bitte an, wenn die Schafe noch vor Ort sind, unser Hund kein Leuchte oder Ähnliches trägt oder die Sichtverhältnisse durch Nebel und Schnee stark eingeschränkt sind – zur Verminderung der Unfallgefahr.
Genießt den Freilauf, aber seid aufmerksam und achtet auch auf Eure Hunde!
Leider gibt es auch auf Scharpenacken die Menschen, die meinen, Regeln gelten nur für die anderen und sie können dort machen, was sie wollen und sich benehmen „wie eine offene Hose“. Auch dürfen wir uns immer wieder nachhaltig bepöbeln lassen, wenn wir nur darum bitten, eben hinter dem Hund aufzuheben und den Kot in die extra dafür aufgestellten roten Tonnen zu entsorgen. Dazu gelten auf dem Scharpenacken keine anderen Regeln, als überall sonst.
Ich kann daher wirklich nur von Herzen im Namen all deren appellieren, die sich an die Regeln halten und auch weiterhin sich und ihrem Hund den Freilauf in dem Umfang, wie dort möglich, ermöglichen: Der Scharpenacken ist kein Freizeitpark. Es ist ein Landschaftsschutzgebiet mit landwirtschaftlicher Nutzung! Wir sind dort ausschließlich geduldete Gäste und ich finde, so sollten wir uns auch benehmen.
Es steht mit dem Hundefreilauf dort ganz kurz vor zwölf. Wenn es weitere Vorfälle gibt, dass Hunde die Schafherde aufsprengen, Schafe jagen und verletzen, haben es wieder mal ein paar ignorante Individuen geschafft, etwas sehr Schönes für alle zu zerstören. Der letzte Vorfall Anfang November endete mit einem toten Schaf. Es darf unter keinen Umständen passieren, dass die Schafherde in irgendeiner Form in Unruhe gebracht wird.
Liebe Hundemenschen: Wollt ihr das? Ich nicht. Darum lasst uns alle daran arbeiten, dass wir uns im Rahmen der Regeln weiter an diesem Gebiet freuen können. Bitte tragt diesen Appell mit der notwendigen Dringlichkeit weiter!

Anja Major
1. Vorsitzende Verein Hundefreunde Scharpenacken
In der Krim 49
42369 Wuppertal

Ausgabe 45 vom 13. Oktober 2016

Absage der verkaufsoffenen Sonntage

Offener Brief an Wuppertals ver.di-Chef Daniel Kolle

Sehr geehrter Herr Kolle,
als ver.di-Bezirksgeschäftsführer erwarte auch ich, von Ihnen Verlässlichkeit. Sie sollten sich an von Ihnen vereinbarte Absprachen halten, welche bereits im Januar 2016 entschieden wurden. Nämlich dass je ein verkaufsoffener Sonntag in Wuppertal am 6. November und am 4 Dezember stattfinden soll. Es ist ein Unding den Kunden und Einzelhändlern gegenüber, aufgrund Ihrer „Machtposition“  Vereinbarungen kurzfristig zu kippen.
Es sind viele Anstrengungen unternommen und Einladungen ausgesprochen worden, um an diesem Tag den Kunden ein besonderes Erlebnis zu bieten. Der Imageverlust sowie der Kaufkraftabfluss für die Stadt Wuppertal ist dadurch enorm.
Ich kann Ihre Argumentation mit den vielen zusätzlichen verkaufsoffenen Sonntagen nachvollziehen, allerdings wäre es aufgrund der Gleichberechtigung gegenüber Wuppertal und anderen Städten nur fair gewesen, diesen Ansatz auf 2017 zu vertagen! Andere Städte werden nochmals öffnen dürfen – und Wuppertal hat erneut nicht die Mög­lichkeit, sich von seiner positiven Seite zu präsentieren.  
An Sie in Ihrer Position als ver.di-Bezirksgeschäftsführer sei noch gesprochen: Bei einer Umfrage unter unseren Mitarbeitern ist die Verärgerung gegenüber ver.di extrem groß, denn auch sie hätten gerne ihre zum Teil monatelangen Vorbereitungen den Kunden gegenüber präsentiert sowie die doppelte Vergütung von Seiten des Unternehmers gerne auf Ihrer Gehaltsabrechnung gesehen.   
Bei dieser kurzfristigen Aktion gibt es nur Verlierer. Zum einen die Kunden, die sich auf einen besonderen Tag mit vielen Aktionen in Wuppertal gefreut haben, und die Wuppertaler Händler, die mal wieder nicht die Möglichkeit haben, ihr vielfältiges Warensortiment zu präsentieren. Zum anderen die Mitarbeiter, deren Bemühungen nicht wertgeschätzt wer­den können und die einen zusätzlichen finanziellen Nachteil verkraften müssen, sowie Sie als ver.di-Geschäftsführer, bei dem sich gefragt werden muss, was Geschäftsführerabsprachen Wert sind.

Mathias Mengel
Das Bekleidungs-Magazin
Rauental 61-69
42289 Wuppertal

Ausgabe 42 vom 23. Oktober 2016

Fehlendes Interesse zum Thema „Seilbahn“ in Wuppertal

Es ist schon besorgniserregend, mit welcher Gleichgültigkeit viele Wuppertaler mit dem Thema „Seilbahn“ umgehen und sich darauf verlassen, dass unsere Politiker und die Stadtwerke ihnen keinen Sand in die Augen streuen. Diese offensichtlich fehlende Akzeptanz machte sich auch bei der Durchführung der Bürgerbeteiligung bemerkbar. Ich selber war kein Teilnehmer und kann eine Bürgerbeteiligung nur begrüßen, aber beim Lesen des Programms fällt mehrheitlich eine Teilnahme der Lobbyisten auf, die von Seilbahnen profitieren. Dass das Bürgergutachten in diesem Fall den Zweck verfehlt hat, lässt sich auch anhand folgender Zahlen verdeutlichen: Von 350.000 Einwohnern wurden 1.000 Bürger eingeladen, dies entspricht 0,29 Prozent der Einwohner Wuppertals. Von den 1.000 Bürgern haben 62 ihre Bereitschaft zur Teilnahme erklärt (=0,02 Prozent von 350.000); letztendlich haben 47 Bürger mitgemacht (=0,013 Prozent), von denen sich 37 (0,010 Prozent) für eine Fortsetzung des Verfahrens ausgesprochen haben. Soll das gelebte Demokratie und Bürgerbeteiligung sein? Ich jedenfalls fühle mich nicht repräsentativ vertreten und würde mir eine Befragung aller Bürger dieser Stadt wünschen. Denn Sie, liebe Leser, müssen nachher auch für die Investitionskosten und die laufenden Kosten aufkommen!
Woher übrigens die 10 Prozent oder 5,2 Millionen Euro Investitionskosten kommen – sofern es bei den 90 Prozent Förderung und den veranschlagten Investitionskosten bleibt – ist bisher auch noch nicht geklärt.
Bezüglich der Kommentierung und Berichterstattung in den diversen Medien wünschte ich mir etwas mehr Neutralität. Von seriösen Journalisten würde ich Aufklärungsarbeit für die Bürger dieser Stadt erwarten, keine politische Einflussnahme und insbesondere keine hämischen Kommentare wie „kleinkarierte Nörgler, die am Trassenverlauf wohnen“. Hat eigentlich einmal jemand die Investitionssumme von 52 Millionen geprüft (das kann nach jetzigem Stand nur eine mehr als grobe Schätzung sein)? Reicht das wirklich aus? Werden in der Tat 90 Prozent davon durch Landesmittel (Steuergelder) gefördert? Reichen 1,8 Millionen für jährliche Betriebskosten aus, wenn vergleichbare Bahnen den doppelten oder noch mehr Aufwand erfordern? Wie sieht das Sicherheitskonzept aus und was kostet es, wenn die Feuerwehr Wuppertal plötzlich Menschen aus einer defekten Gondel befreien muss? Ich frage mich, warum eine Stadt mit zweitausend Millionen Euro Schulden (zwei Milliarden Euro) eine Seilbahn braucht, für die es überhaupt keinen Bedarf gibt, wie auch Herr Wilke vom Wuppertal-Institut zu Recht feststellt. Aber die Parteien im Stadtrat (waren die Grünen nicht einmal gegen Umweltzerstörung?) rennen einfach los und vertrauen auf die Stadtwerke, die ja Jahr für Jahr beweisen, dass man auch mit Verlusten in zweistelliger Millionenhöhe im ÖPNV gut leben kann. Und wenn dann nachher alles teurer wird, lautet die Lösung: Die Stadt reduziert weiter ihr Dienstleistungsangebot und schließt Bürgerbüros oder Bibliotheken oder Schwimmbäder oder Kindergärten oder ...

Dirk Larisch
Erbschlöer Straße 8
42369 Wuppertal

Ausgabe 37 vom 18. September 2016

Mangelnde Infrastruktur

„Staus kosten Handwerk acht Stunden pro Woche“  stand am 25.08.2016 in der WZ
Vertreter der Handwerkskammer und des Baugewerbes diskutierten mit NRW-Minister Michael Groschek über die mangelhafte Straßeninfrastruktur in NRW.
Hierdurch bilden sich Kilometer lange Staus und das bedeutet längere Anfahrzeiten, verärgerte Kunden,  höhere Kosten usw. Das heißt: beim Straßenbau wird gespart und die Kosten für die geringere Wertschöpfung tragen die Handwerker sowie Kunden.
Damit die mangelhafte Straßeninfrastruktur endlich mal verbessert wird, sollten die Handwerkskammer und das Baugewerbe fordern, dass die Straßeninfrastruktur zukunftsorientiert geplant und gebaut wird. Dadurch steigen allerdings die direkten Investitionskosten für den Straßenbau, aber der volkswirtschaftliche Schaden – wie oben beschrieben -  wird vermieden.
Eine gute Gelegenheit hierzu bietet sich, wenn die Handwerkskammer und das Baugewerbe die Forderung der „Bürgerinitiative L 419: Keine Autobahn durch Ronsdorf“ unterstützen, damit der Lückenschluss der L 418 zur Autobahn A1 als Tunnel ausgeführt wird. Dadurch bleibt die Parkstraße während der gesamten Bauzeit benutzbar. Während der Bauzeit wird hierdurch sehr viel Stau vermieden und nach Fertigstellung des unterirdischen Lückenschlusses ist die Parkstraße von dem überregionalen Schwerlastverkehr entlastet. Für Anwohner bedeutet das weniger Lärm, Feinstaub, mehr Lebensqualität.

Joachim Wendt
Schenkstraße 26
42369 Wuppertal

Ausgabe 37 vom 18. September 2016

Erfahrung vergessen?

Betr.: Die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

In einem Land das über 50 Jahre hinter einer Mauer von der westlichen Demokratie abgesperrt war, wählen ein großer Anteil der Menschen dort eine Partei, die dafür plädiert Zäune gegen Menschen zu errichten, die aus ihrer Heimat unter Lebensgefahr fliehen, da ein friedliches Leben nicht mehr möglich ist. Früher riskierten eine Vielzahl jener östlichen Bewohner ebenso unter Todesgefahr, diese Mauer zu überwinden, um in Freiheit leben zu können. Da muss ich mir die Frage stellen, wer hat um Gottes Willen diese Mauer niedergerissen? Sie hätte die Probleme doch erst gar nicht aufkommen lassen, die man dort heute mit den ohnehin wenigen Flüchtlingen hat. Behüte uns die Zukunft vor solchen Phrasendreschern, die für die eigentlichen Probleme keinerlei vernünftige Lösungen zu bieten haben.
Wenn unsere Kanzlerin darauf beharrt „Wir schaffen das“, drückt sie ja keineswegs aus, dass es problemlos ist. Ihre Beharrlichkeit von Menschlichkeit ist mir jedenfalls lieber, als eine um politische Macht bemühende Wechselhaftigkeit. Unser Land ist nach Jahren dunkelster Menschenverachtung ein strahlendes Beispiel in Europa geworden. Ich hoffe, dass unsere Jugend die zwischenmenschlichen Probleme unvoreingenommen hinnimmt, dieses alte dumpfe Geschwafel ablöst. Wer es noch nicht bemerkt haben sollte, unsere Welt ist kommunikativ zusammengerückt. Ich bin 81 Jahre geworden und habe in meiner Kindheit eine Zeit erlebt, wo Menschen in „lebenswerte“ und „unlebenswerte“ aufgeteilt wurden. Jeder der bedingungslos unsere demokratischen Grundwerte befolgt, sei in unserer Gesellschaft willkommen. Dass es nicht einfach ist, bestreitet wohl niemand. Aber wir haben schon viel geschafft. Übrigens auch die milliardenschweren blühenden Landschaften der Wiedervereinigung.

Hans Halbach
Remscheider Straße 72
42369 Wuppertal

Ausgabe 37 vom 18. September 2016

Wollen wir das schaffen?

Betr.: „Eine Frage, die bewegt: ,Schaffen wir das?‘“, RSB vom 4.9.2016

Frage an alle Bürger dieser Stadt: Schaffen wir das? Es hört sich so einfach und selbstverständlich an, jedoch die umliegenden Häuser auf Holthausen sind davon betroffen. Mit 500 Flüchtlingen aller Nationalitäten das wird nicht reibungslos vonstatten gehen. Dieses Gebiet ist ein Naherholungsbereich für Ronsdorf. Die Menschen die hier wohnen wurden von der Durmatz GmbH nicht berücksichtigt. Hauptsache die Kasse stimmt, was sind denn schon Menschen. Ganz zu schweigen, die vielen Krebspatienten, wie sollen sie Ruhe und Genesung finden?
Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche mit vielen Erlebnissen sind zu bewältign. Wird dieses von der Politik und der Durmatz GmbH berücksichtigt. Keiner dieser Herren wohnt in dieser Klinik, alle schön weit weg, so hat man gut reden.

Doris Dir
Am Sonnenblick 10
42369 Wuppertal

Ausgabe 33 vom 21. August 2016

Offener Brief an MdL Dietmar Bell

Betr.: „1.000 Patronen Mu­ni­tion weg“, RSB v. 13.08.16

Sehr geehrter Herr Bell, die JVA Ronsdorf ist seit längerer Zeit wegen unangenehmer Vorfälle, um nicht zu sagen skandalöser Zustände, in die Kritik geraten. Die Gefängnisleitung wurde ausgetauscht, jedoch geändert hat sich offensichtlich nichts. Der nun bekannt gewordene Vorfall, der bereits seit Mai aktenkundig sein soll, hat nun alles übertroffen, da offensichtlich Munition, 1.000 Patronen 9mm, abhandengekommen sein sollen. Konnte man die früheren Vorfälle als intern bezeichnen, hat die heute ans Licht gekommene Unregelmäßigkeit eine andere Dimension erreicht, die einige BürgerInnen hier im Stadtteil unruhig werden lassen.
Da die JVA in Ihrem Wahlkreis liegt, bitte ich um Klärung folgender Fragen: Wie viele Mitarbeiter in der JVA tragen beim Dienst eine Waffe?
Wie viel Munition wird dort gelagert? Welche Gründe gibt es, ein solch relativ umfangreiches Munitionslager zu halten? Welche Mitarbeiter in welcher Position sind für die Verwaltung des Lagers verantwortlich (Hier interessieren nicht die Namen, sondern die organisatorischen Abläufe)? Sind diese Abläufe über Verfahrensanweisungen kontrollierbar und werden diese Abläufe regelmäßig kontrolliert? Warum schweigt laut Presse das Justizministerium dazu?
Lassen Sie mich folgendes Fazit ziehen: Hier sind mehrfach Missstände aufgedeckt worden, die es erfordern, Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen. Stellenneubesetzungen scheinen dringend erforderlich zu sein. Vertrauen kann man zu den in der Verantwortung stehenden Amtsinhabern nicht mehr haben.
Ich hoffe, dass Sie im Interesse der in Ihrem Wahlkreis wohnenden BürgerInnen alles in Ihren Kräften stehendes tun werden, um diesen Missständen ein Ende zu setzten.

Dorothea Glauner
WfW-Fraktion
im Rat der
Stadt Wuppertal,
Fraktionsvorsitzende

Ausgabe 33 vom 21. August 2016

Wieder das Thema L 419

Betr. „L 419 – Bald geht es los“, Leserbrief von Peter Stuhlreiter, RSB v. 13.08.16

So allmählich nerven dieses Thema und die Diskussionen darüber, denke ich. Denn es ist doch längst alles entschieden! In dem Leserbrief habe ich nicht verstanden und nachvollziehen können, dass der ge­wünschte Tunnel-Ausbau der Schnellstraße eine zutiefst christ­liche und soziale Lösung für die Menschen in Ronsdorf sein soll!
Mit nachdenklichem Gruss

Mario Paulano
Wall 39
42103 Wuppertal

Ausgabe 33 vom 21. August 2016

Hauptgewinn Bürgerfest

Betr.: Bürgerfest der Werbegemeinschaft „W.i.R.“

Unsere Tochter Maren C. und ich waren am Samstagabend mit etwa 30 Personen zum Ritteressen auf Burg Blankenstein (Hattingen). Es war toll. Essen und Trinken klasse (8-Gänge-Menü), Stimmung hervorragend, Atmosphäre super. Ein schöner Abend und eine geniale Idee der verantwortliche Crew der „W.i.R“. Danke.

Ulrike König
Breite Straße 29
42369 Wuppertal

Ausgabe 32 vom 14. August 2016

L 419 – bald geht es los

Die von der Bürgerinitiative „L 419 – keine Autobahn durch Ronsdorf“ präferierte Tunnel­lösung scheint vom Tisch zu sein, so der Artikel zum Thema in der letzten Ausgabe des SonntagsBlattes.
In Tübingen und Freiburg kämpften die jeweiligen Oberbürgermeister, sowie sämtliche Abgeordnete aus der Region für eine Tunnellösung bei dem Ausbau der Bundesfernstraße durch ihre Stadt und haben die Tunnel nach dem neuen Bundesfernstraßen Bedarfsplan auch bekommen! Bei uns in Wuppertal hören wir Bürger nur ein zaghaftes „zu teuer“ aus der Politik. Welch ein Unterschied! Hier in Wuppertal vertrauen viele Bürger der Aussage, dass  sie nach der Fertigstellung der Billiglösung auf der Parkstraße dort nicht mehr im Stau stehen werden.
Nach dem uns vorliegenden Vorentwurf zum Neubau der L 419 wird es an der Staubenthaler Straße in einem Abstand von 140 Metern beziehungsweise 85 Metern insgesamt drei Ampelanlagen in Richtung Ronsdorf geben. Das Gutachten sagt selbst, dass die Verkehrsqualität zwischen den Teilknotenpunkten – hier Am­pelanlagen – nicht beurteilt werden kann. Auf Deutsch gesagt, der heutige Stau auf der Parkstraße wird sich auf die Staubenthaler Straße verlagern und die Lastwagen von Paris nach Warschau  können auf der Parkstraße durchrauschen. Auf der Erbschlöer Straße  wird es ähnliche Stauampelanlagen ge­ben. Den Anwohnern im Neubaugebiet Scharpenacken muss noch erklärt werden, warum es bei zukünftigen 60.000 Fahrzeugbewegungen  täglich an der Wolfskuhle sieben Meter hoher Lärmschutzwände bedarf, im Bereich Lichtscheid auf dem Überflieger bei gleicher Fahrzeugdichte Lärmschutz für die jungen Familien dort nicht notwendig ist.
Der Vorschlag der Bürgerinitiative, für den zusätzlichen Lkw-Verkehr von 35.000 Lastwagen täglich einen Tunnel zu bauen und den Pkw-Verkehr von und nach Ronsdorf – wie bisher –  auf der Parkstraße abzuwickeln, kostet zwar etwas mehr als die Billiglösung, dafür ist es für die Menschen in Ronsdorf be­stimmt eine zutiefst christliche und soziale Lösung.

Peter Stuhlreiter
Sprecher der Bürgerinitiative
„L 419 – keine Autobahn durch Ronsdorf“

Ausgabe 30 vom 31. Juli 2016

KiTa auf dem Spielplatz

Es wird endlich Zeit, dass – wie Grönemeyer singt – „Kinder an die Macht“ kommen. Damit wäre endlich Schluss mit den be­scheuerten Ideen der Er­wachsenen. Wer in Erwägung zieht, den schönsten und größten Spielplatz Wuppertals so­wie der näheren Umgebung auch nur teilweise zu bebauen ist zu be­quem, groß über Alternativen nachzudenken.
Kein Quadratmeter sollte hergegeben werden.
Bei gutem Wetter ist der Platz komplett ausgelastet. Es kommen nicht nur Kinder und deren Eltern aus unserem Stadtteil, sondern auch aus den Nachbargemeinden. Ich sage nur: Finger weg. Kein Quadratmeter dieses herrlichen, baumbestandenen  Spiel­platzes darf auch nur einer teilweisen Be­bauung geopfert werden. Und noch ein bisschen Polemik: Warum nicht gleich Wohnbebauung auf dieses Fi­letstück setzen?
Die gleiche Disskussion hatten wir übringens schon einmal. Vor etwa 20 Jahren sollten hier für Flüchtlinge aus dem Balkankrieg Unterkünfte ge­baut werden. Nur massiver Bür­gerprotest hat das damals vernindert. Ich hoffe auf Wiederholung!
Das eine KiTa wichtig ist, bleibt unbestritten. Beim Bau ist aber zu brücksichtigen, dass ein ausreichend großer Parkplatz mit geplant wird. Die Kraftfahrzeuge der Mütter, die in der die Kinder „anliefern“ müssen schließlich abgestellt werden. Oder will man dieses Chaos im öffentlichen Verkehrsraum ha­ben? Fußläufig geht ja heute kein Kind mehr in die KiTa.
Eigenartig finde ich es, dass  die Bezirksvertretung (BV) die Erweiterung der Lidl-Filiale ab­lehnt (privates Ge­lände), der Be­bauung des Spielplatzes (öffentlich) aber an­scheinend wohlwollend ge­gen­übersteht. Wo bleibt eigentlich die Bürgernähe?

Klaus-Werner Knickenberg
Reseadstraße 55
42369 Wuppertal

Ausgabe 30 vom 31. Juli 2016

Bürgerbüro-Tourismus

Bei dem Versuch, eine beglaubigte Unterschrift unter einem An­trag zu bekommen, habe ich ebenfalls genau die von Ihnen ge­schilderten Erfahrungen ge­macht: Da ich in unserer südöstlichen Nachbarstadt arbeite, frag­te ich daraufhin erst einige Kollegen, um danach eine kurze schriftliche Anfrage an den Bürgerservice dort zu stellen.
Das ebensolche Ergebnis: Für eine beglaubigte Unterschrift ist es egal, wo man wohnt. Also machte ich mich tags darauf nach Feierabend ohne Termin gegen 16 Uhr in eines der drei Bürgerbüros auf, in dem mich ein defekter Wartemarkenautomat genauso empfing wie drei Mitarbeiterinnen, die miteinander sprachen. Nachdem ich kurz mein Anliegen geschildert hatte, saß ich ruckzuck an einem der Schreibtische und bekam ohne Probleme meine Unterschrift be­stätigt. Und das zum nicht einmal halben Preis! Inklusive Ein- und Ausfahrt aus dem Parkhaus sowie der Gebühr dort hatte ich nach dem Einsatz von zehn Mi­nuten und zwei Euro alles, was ich benötigte. Okay, dort gibt es 57 Prozent weniger Einwohner, je­doch ist die zu betreuende Einwohnerzahl pro Mitarbeiter dennoch vergleichbar hoch. Ich kann dem „Rongsdroper“ also nur voll und ganz zustimmen.
Nach den aktuell zugänglichen Zahlen sind dort zusätzlich jedoch nur 16 Prozent weniger „Flüchtlinge“ als in Wuppertal, sodass sich daraus eigentlich ei­ne ganz andere Auslastung der Bürgerbüros ergeben sollte.

Karsten Land
Elias-Eller-Straße 8
42369 Wuppertal

Ausgabe 28 vom 17. Juli 2016

Offenes Schreiben an den Oberbürgermeister

Der Sachverhalt: Der Tannenbaumer Weg soll einen Schmutzwasserkanal erhalten. Bisher wird das Abwasser regelmäßig in einen Tankwagen der Firma Kako aus den Sammelgruben abgesaugt und weggefahren.
Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) informierten vor einiger Zeit die betroffenen Hauseigentümer in einem Schreiben, dass die Entscheidung für eine Druckentwässerung gefallen sei, was für die Anlieger die bei weitem teuerste Variante bedeutet. Der Mehrpreis gegenüber einem durchaus möglichen Freispiegelkanal wird bei geschätzten 7.500 Euro pro Anlieger liegen. Bei den sowieso schon extrem hohen anfallenden Kosten, die der Kanalbau für die Anlieger bedeutet, sind das für „Normalsterbliche“ wahrlich keine „Peanuts“. Es bildete sich eine Interessengemeinschaft gegen die Druckentwässerung, welche die Anwaltskanzlei Altemann beauftragte, bei den WSW zu intervenieren, um andere realistische Möglichkeiten aufzuzeigen. Zu unserer Interessengemeinschaft gehören kompetente Ingenieure, die das zur Beurteilung der technischen Möglichkeiten nötige Know-how besitzen, wie auch alteingesessene Hauseigentümer, die die strukturellen Gegebenheiten vor Ort auf das Beste einschätzen können.
So wurden den WSW einige durchaus praktikable Möglichkeiten aufgezeigt, bei denen die kostspielige und wartungsintensive Druckentwässerung entfiele. Die WSW antworteten auf Anwaltsschreiben eher zö­gerlich und nicht im nötigen Umfang transparent. Die von der Interessengemeinschaft auf­­ge­zeigten Möglichkeiten wurden maximal halbherzig bis gar nicht geprüft. Letzteres wurde sogar in einer Informations-Veranstaltung von Seiten der WSW eingeräumt. Trotzdem beharrte die WSW auf dem einmal gefassten Plan und reagierte gar nicht mehr auf das letzte Schreiben der Anwaltskanzlei. Auf berechtigte Bürgerfragen wurde lediglich in einer sehr herablassenden Wei­se reagiert. Bei der von der Interessengemeinschaft erbetenen und dann auch von den WSW anberaumten Informations-Veranstaltung offenbarte sich unter anderem eine für die Betroffenen nicht nachvollziehbare Logik:
Beim Bau eines von der Interessengemeinschaft präferierten Freispiegelkanals muss am tiefsten Punkt der Straße eine Sammelstation errichtet werden. Das könnte auf einem
Privatgrundstück sein oder aber unter der Straße. Letzteres lehnten die WSW mit der Begründung ab, dass die Straße dann bei den regelmäßigen Wartungsarbeiten – ein paar mal im Jahr – an der Sammelstation für ein paar Stunden halbseitig gesperrt werden müsse. Auf die Frage eines betroffenen Anliegers, wieso es denn kein Problem sei, den gesamten Tannenbaumer Weg für einige Monate komplett zu sperren, erhielt er die lapidare Antwort, dass das eben so sei.
Noch ganz kurz zu der Option, die Station auf einem Privatgrundstück zu errichten: An geeigneter Stelle besitzt eine ältere Dame – sie wohnt nicht vor Ort – ein geschätzt hektargroßes, brachliegendes Grundstück und hat nach angeblichen Verhandlungen mit den WSW keine Genehmigung zur Nutzung erteilt. Das verwundert nicht, wenn von einem ähnlichen Verhandlungsgeschick aus­­ge­gangen wird, das die WSW in der Kommunikation mit den betroffenen Anliegern an den Tag legen.
Was noch zu denken gibt, ist die Tatsache, dass die WSW, die ja zuletzt die Kommunikation eingestellt und nicht mehr auf die Bitte der Anwälte um mehr Transparenz reagiert hatten, nun in der vorigen Woche allen Betroffenen den detaillierten Beschluss zugesandt haben, und zwar mit einer Liste von Pumpen-Anbietern, explizit aber einen Prospekt der Firma Jung Pumpen.
Zu Transparenz hier die Chronologie: Die WSW hatte das Ingenieurbüro Beck mit der Planung der Druckentwässerung beauftragt. Das Ingenieurbüro Beck hat die Firma Jung Pumpen beauftragt, die Berechnungen vorzunehmen.
Dem genannten Schreiben der WSW an die Hauseigentümer lag, wie oben schon erwähnt, eine Liste mit Adressen von vier Pumpenherstellern und ein Jung-Pumpen-Prospekt bei. Durch diese Vorgehensweise ist ein freier Wettbewerb für einen Pumpenkauf für die Anlieger nicht mehr gegeben und stellt einen klaren Verstoß gegen die „Compliance“ Verhaltensweise dar. Aus diesen dargelegten Gründen ist die Interessengemeinschaft einhellig der Ansicht, dass das Projekt gestoppt (Baubeginn ist laut WSW im August) und neu aufgearbeitet werden sollte.

i.A. Interessengemeinschaft
gegen die Druckentwässerung
am Tannenbaumer Weg

Ausgabe 27 vom 10. Juli 2016

Grüne fordern Schutz für Bäume

Zur Bürgersprechstunde

Es war eine sehr informative Runde, die Bürgersprechstunde der CDU am 30. Juni 2016 um 17 Uhr auf dem Spielplatz in der Schenkstraße.
Es wurde deutlich gemacht, warum wir zu der neu entstehenden KiTa am alten Krankenhaus noch eine weitere KiTa benötigen. Ich finde es nur schade, dass man hier den einfachen Weg geht und einfach den Spielplatz in der Schenkstraße zum Teil bebaut.
In der Runde wurde deutlich, dass es durchaus andere Standorte im Dorf gibt, die sich ebenfalls eignen würden. Darunter fällt auch Brachland. Hier kann ich nicht verstehen, warum dieses Grundstück dann nicht genommen wird. Stattdessen zerstört man einen Begegnungsort von Jung und Alt. Denn das Brachland kann man veräußern und die Kasse füllen aber eine Teilfläche des Spielplatz Schenkstraße nicht mal eben so.
Ich fordere die entsprechenden Personen der Stadt auf, weitere Grundstücke auf Be­bauung zu prüfen. Ich finde, das ist man den Besuchern des Spielplatz schuldig. Und erst dann sollte man eine Entscheidung fällen.

Maik Kaufmann
Schenkstraße 74
42369 Wuppertal

Ausgabe 20 vom 22. Mai 2016

Grüne fordern Schutz für Bäume

Offener Brief per E-­Mail an die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Rat der Stadt Wuppertal:
Sehr geehrte Damen und Herren der Faktion Bündnis 90 / Die Grünen, sehr erfreut und erstaunt las ich am 09.05.2016 in der WZ „Grüne fordern Schutz für  Bäume“. Für mich stellte sich die Frage: „Ist diese Forderung ernst gemeint oder nur ein  Wahlkampfslogan?“
Deshalb möchte ich von Ihnen wissen, warum Sie nicht schon längst gegen die Planung des oberirdischen Autobahn­-Ausbaus der L 419 (Parkstraße) in Ronsdorf Einspruch  eingelegt haben?
Wie Sie in dem Erläuterungsbericht zum Vorentwurf (Grundlage für das Planfeststellungsverfahren) vom 20. Oktober 2015 er­sehen, wird bei diesem Ausbau die gesamte versiegelte Fläche über 100.000 Quadratmeter groß sein.
Es werden somit erhebliche Eingriffe in Biotopkomplexe mit hoher und sehr hoher Bedeutung durchgeführt. Das bedeutet, dass circa 25.000 Quadratmeter Eichenmischwald mit Edellaubhölzern (Biotopkomplex Nr. 2: hohe Bedeutung) und sehr alter Bu­chenwald sowie Eichen­-Bu­chenwald (Biotopkomplex Nr. 4: sehr hohe Bedeutung) kahl geschlagen wird. Viele dieser alten Bäume sollten als Naturdenkmal eingestuft werden.
Ich bin der Meinung, dass Sie auch diese Bäume als schützenswert ansehen sollten und sich für den Erhalt dieser Biotopkomplexe mit allen Kräften einsetzen. Ein grüneres Thema gibt es für mich nicht!
Fordern Sie, wie die Bürgerinitiative „L419 – Keine Autobahn durch Ronsdorf“, dass der Lückenschluss von der L 418 zur Autobahn A1 als Tunnel ausgeführt wird. Dann ist die Parkstraße als innerstädtische Straße entlastet; denn der überregionale Verkehr fließt unterirdisch durch den Tunnel.
Mit freundlichen Grüßen

Joachim Wendt
Schenkstraße 26
42369 Wuppertal

Ausgabe 19 vom 15. Mai 2016

Frühling in Ronsdorf

Genießen Sie die Sonnenstrahlen und die Wärme draußen und vor allem, bleiben Sie gesund. Das ist das Wichtigste! Diese Wünsche und Anregungen waren unter anderem der Glosse  „Frühling“  in der letzten Ausgabe  des SonntagsBlattes zu entnehmen.
Wir von der Bürgerinitiative „L 419 - keine Autobahn durch Ronsdorf“ können in dieses Frühlingserwachen nicht mit einstimmen, weil wir frustriert sind und Frust nicht gesundheitsfördernd ist. Wir sind frustriert, weil uns keiner erklären will, warum wir Ronsdorfer Bürger weniger Wert sind, als die Bürger von Freiburg und Tübingen! Freiburg erhält nach dem Bundesverkehrswegeplan für seine Stadtautobahn einen Tunnel mit Kosten von 163 Mio. Euro je Kilometer Tunnelstrecke. In Tübingen kämpften Oberbürgermeister Boris Palmer mit sämtlichen Landtags- und Bundestagsabgeordneten der Region gegen den geplanten monströsen Straßenbau durch Tübingen. Es gelang schließlich, die Billiglösung zu kippen und einen 2,3 Kilometer langen Straßentunnel durchzusetzen, mit Kosten von 62 Mio. Euro je Kilometer Tunnelstrecke.  Frust ist also verständlich, da uns Ronsdorfern immer nur gesagt wird, euer Tunnelvorschlag ist  zwar billiger als die Bauten in Freiburg und Tübingen, aber für das Bergische Land zu teuer. Wir können nicht noch mehr für euch tun, als die Billiglösung durch Ronsdorf nach dem Beispiel der A 46  zu bauen.

Peter Stuhlreiter, 
Sprecher Bürgerinitiative
L 419, keine Autobahn durch Ronsdorf

Ausgabe 17 vom 1. Mai 2016

Das ist eine Schande!

Was sind das nur für Menschen bzw. Jugendliche (diese wurden mehrfach von Spaziergängern gesehen), die nach ihren Saufgelagen an der Hütte im Wald oberhalb der Talsperre regelmäßig ihren Müll, das heißt jede Menge Flaschen, Plastikbecher und anderes einfach im Wald um die Hütte herum hinwerfen, obwohl ein großer Abfalleimer direkt in der Hütte steht.
Haben diese Leute denn überhaupt keinen Respekt vor Mensch und Natur?
Nichts gegen Feiern und Trinken im Wald, aber diese Art von Müllentsorgung hat aber auch gar nichts mehr mit Spaß zu tun!
Außerdem werden gefüllte Abfalleimer einfach auf den Weg gekippt – es ist wirklich eine Schande! Haben diese Menschen keinen Verstand mehr? Für alle friedlichen Ronsdorfer Spaziergänger wirk­­lich unfassbar!

Inge von Eynern
Lilienstraße 44
42369 Wuppertal

Ausgabe 16 vom 24. April 2016

L 419 Parkstraße - Billigautobahn

Was haben wir Ronsdorfer Bürger falsch gemacht, um so bestraft zu werden?
Der Spiegel berichtet in seiner Ausgabe Nr. 16 v. 16.4.2016 über die zehn teuers­ten Straßenbauprojekte, die nach dem Bundesfernstraßenbedarfsplan bis 2030 fertig gestellt werden sollen.
Zwei davon sind für uns Ronsdorfer Bürger besonders interessant.
Es ist zum einen der Freiburger Stadttunnel mit Kosten von 163 Mio. Euro je Kilometer Tunnelstrecke. Bei diesem Tunnelprojekt handelt es sich um die geplante unterirdische Trassenführung der B 31 im Stadtgebiet von Freiburg. Mit der Fertigstellung des Stadttunnels soll er zur Stadtautobahn A 860 hochgestuft werden.
Zum zweiten handelt es sich um den Tunnelbau der B 27, B 28 durch Tübingen mit Kosten von 62 Mio. Euro je Kilometer Tunnelstrecke.
In Tübingen kämpften Oberbürgermeister Boris Palmer mit den Landtags- und Bundestagsabgeordneten aus der Region gegen den geplanten monströsen Straßenbau durch Tübingen. Es gelang schließlich, die Billiglösung zu kippen und einen 2,3 Kilometer langen Straßentunnel durchzusetzen.
Viele in meinem Bekanntenkreis stellen sich nunmehr die Frage; Was haben wir Ronsdorfer Bürger falsch gemacht, dass wir von der Wuppertaler politischen Klasse keine Hilfe bei unseren Kampf gegen die gesundheitlich schädliche Billiglösung einer offenen Autobahn durch Ronsdorf erhalten. Warum sind wir Ronsdorfer weniger Wert, als die Bürger von Freiburg und Tübingen?
Mein Studienfreund aus Tübingen, den ich über seine Erfahrungen in Tübingen befragte, sagte zum Abschluss: Ihr in Ronsdorf müsst mit dem Stimmzettel bei der nächsten Wahl drohen! Meine Antwort war die Frage nach dem Sinn seines Hinweises. Mein Freund darauf hin: Siehst Du, das ist Euer Ronsdorfer Problem. Ihr seid zu brav!

Peter Stuhlreiter
Sprecher der
Bürgerinitiative
L 419 - keine Autobahn durch Ronsdorf   

Ausgabe 16 vom 24. April 2016

Was tut sich eigentlich bei der L 419?

Oder tut sich in Zukunft wenig oder gar nichts? Diese Frage stellen sich bestimmt viele Ronsdorfer, nachdem im Bundesverkehrswegeplan die L 419 nicht aufgeführt ist. Einfache Begründung: Der 2. Bauabschnitt der L 419, also der Anschluss an die A1, kann überhaupt nicht in diesen Plan aufgenommen werden, denn ist er ist „nur“ ein neuer Anschluss an eine bestehende Autobahn, für die dieser Plan nicht vorgesehen ist.
Maßgeblich für Abschnitt 1 ist allein das Land NRW. Und genau hier liegen wir in der Prioritätenliste an der absoluten Spitze mit der höchsten Dringlichkeitsstufe. Deshalb arbeitet der Landesbetrieb mit Hochdruck an der umfangreichen Vorbereitung des Planfeststellungsverfahrens. Die Vorentwurfsplanung ist weitgehend abgeschlossen. Daher ist unverändert davon auszugehen, dass der entsprechende Antrag bei der Bezirksregierung in der zweiten Hälfte 2016 gestellt wird.  
Wir haben in den letzten Wochen gezielte, intensive Gespräche mit Dr. Markus Mühl vom Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, sowie den Verantwortlichen beim Landesbetrieb Straßen.NRW, Willi Kolks und Andreas Früh, geführt. Dabei haben wir uns detailliert über den aktuellen Planungsstand und die sich daraus ergebenden Konsequenzen informiert. Das Ergebnis: Es geht nicht mehr um die Frage, ob der 2. Bauabschnitt gebaut wird, sondern darum, wie und wann er erfolgt. Die Bestätigung dafür geht auch aus einem Schreiben des Staatssekretärs im Bundesverkehrsministerium, Rainer Bomba, an den Ronsdorfer Bundestagsabgeordneten Jürgen Hardt von Mitte vorigen Jahres hervor, den dieser bereits im Sommer 2015 publiziert. Deshalb entbehren alle anderslautenden Behauptungen jeglicher Grundlage.
Der Landesbetrieb hat Träger öffentlicher Belange in die Planung eingebunden. So wird z. B. auf Anregung des Ronsdorfer Verschönerungsvereins geprüft, ob der Radweg im Bereich der geplanten Parkbrücke näher an die L 419 verlegt und in flachen Rampen zur Parkbrücke geführt werden kann. Neben dem geringeren Geländeverbrauch in den Ronsdorfer Anlagen könnte diese Lösung auch den Vorteil haben, dass von diesen Rampen eine abschirmende Funktion gegenüber Lärmimmissionen ausgehen könnte.
Die vorgesehene Breite der Parkbrücke von 8 m bietet ausreichenden Gestaltungsspielraum, um eine Überführung des land- und forstwirtschaftlichen Verkehrs zu gewährleisten sowie eine komfortable und städtebaulich ansprechende Querung von Radfahrern und Fußgängern zu ermöglichen. Beidseitig der 4 m breiten Verkehrsfläche verbleiben Flächen, die für eine Begrünung vorgesehen sind. Zur Vermeidung von Wildunfällen sind Wildschutzzäune im Bereich der Ronsdorfer Anlagen vorgesehen. In unseren kontinuierlichen Gesprächen hat der Landesbetrieb unsere weiteren Anregungen und Problemhinweise stets ernst genommen und zeitnah umgesetzt.
Mit dem Abschluss des Planfeststellungsverfahrens wird Baurecht geschaffen. Das wiederum ist Voraussetzung für die Aufstufung zur Bundesstraße und damit zur Lastenübernahme durch den Bund. Erst dann kann das Planfeststellungsverfahren für den 2.Bauabschnitt (Abstieg zur A 1) eingeleitet werden. An den planerischen Voraussetzungen dafür wird aber schon heute intensiv gearbeitet, damit der Weiterbau zügig weitergehen kann.
Auch die Stadt befürwortet nicht nur wegen des bestehenden Ratsbeschlusses unverändert den Ausbau der L 419 ohne Zeitverzug. Oberbürgermeister Andreas Mucke hat der Aktion versichert, sich an den Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Michael Groschek, mit einer Bitte zu wenden: Er möge sich für den zügigen Abschluss der Planungsphase, optimalen Lärmschutz und – was den 2. Bauabschnitt angeht – ein straffes Zeitmanagement einsetzen. Die Aktion „Ronsdorfer für die L 419“ wird mit dem gleichen Ziel die örtlichen Landes- und Bundespolitiker in die Pflicht nehmen.  
Der Landesbetrieb plant, mit der Beantragung des Planfeststellungsverfahrens im Laufe des Jahres eine weitere öffentliche Bürgerinformationsveranstaltung durchzuführen, um die für das Verfahren erforderlichen Pläne und Gutachten vorzustellen und zu erläutern.
Es ist also alles auf einem guten Weg.

Ronsdorfer für die L 419
Wolfgang Luchtenberg
Edmund-Strutz-Weg 16
42369 Wuppertal

 

Ausgabe 15 vom 17. April 2016

Es könnte einfach sein ...

War ich ja durch die aufmerksame Lektüre am Wo­chen­ende vorgewarnt,  konnte ich gleich heute Nachmittag die Umleitung durch die Kurfürsten-, Theodor- und Scheidtstraße Richtung Krim testen.
Sensationell ... Um verbal einfach mal auf dem Teppich zu bleiben. Es könnte SO einfach sein, hätte man vielleicht einfach nur in der Scheidtstraße von der Ecke Kniprodestraße bis zur Theodorstraße auf beiden Seiten ein Halteverbot eingerichtet.
Denn die Scheidtstraße ist nicht breit genug, um sich mit entgegenkommenden Autos zu passieren ... So staute es sich wahlweise bis an die Ecke Kniprodestraße oder andersrum bis in die halbe Theodorstraße.
Aber vielleicht bekommen die WSW ja noch DIE Er­leuchtung dazu. Ihr leitet diese Anregung doch bestimmt wohl­wollend weiter?
Ich freue mich auf jeden Fall kolossal auf die kommenden mindestens acht Wochen.
Nutzt ja nix, muss ich wohl auf dem Weg nach Barmen durch. Aber vielleicht fahr ich auch durch die Bandwirkerstraße, ma kucken.

Anja Major
Inne Krim 49
42369 Wuppertal

Ausgabe 12 vom 27. März 2016

Durch Kurzsichtigkeit

NRW ist wieder Stau-Land Nummer eins! (Artikel vom 17.03.2016)
Der Grund, warum NRW immer noch Stau-Land Nummer eins ist und auch bleiben wird, liegt an der Kurzsichtigkeit unserer Landespolitiker; denn die meisten denken und planen nur bis zur nächsten Wahl.
An der langen Liste der Autobahnen und Bundesstraßen, die mit vielen Hundert Millionen Euro auf sechs bzw. acht Fahrspuren nach kurzer Zeit erweitert werden müssen, erkennt man die mangelnde Weitsicht der Landespolitiker und der NRW-Planer. Hätte man die Autobahnen und Bundesstraßen für einen Bruchteil der Mehrkosten direkt so ausgebaut wie jetzt geplant, hätten wir viel Geld gespart und könnten dieses Geld in zukunftsträchtige Straßen und haltbare Brücken investieren.
Wie zum Beispiel in die von der Bürgerinitiative „L 419 - keine Autobahn durch Ronsdorf“ geforderte Tunnellösung, des Lückenschlusses von der  L 418 bis zur Autobahn A1.
Wird allerdings der von unseren Volksvertretern im Land- und Stadt-Parlament verfügte billige, oberirdische vierspurige Ausbau der Parkstraße durchgeführt, wird auch dort nach wenigen Jahren wieder Stau sein und die Parkstraße muss auf sechs Fahrspuren verbreitert werden. Außerdem müssen dann die sieben Meter hohen Schallschutzwände ab­gerissen und mit etwa 10 Meter Höhe neu errichtet werden. Für einen Bruchteil der dann entstehenden Kosten könnte man jetzt den Lückenschluss der L 418/A1 als Tunnel durchführen und könnten somit vier neue Fahrspuren und zwei durchgehende Standspuren nutzen.
Wenn allerdings der Ehrgeiz besteht, dass NRW weiterhin  Stau-Land Nummer eins bleibt, dann wird immer wieder viel Geld in Nachbesserungen fließen müssen, statt in zukunftsträchtige Investitionen.

Joachim Wendt
Schenkstrasse 26
42369 Wuppertal

Ausgabe 11 vom 20. März 2016

Kosten für Tunnel

Das Ergebnis der Sprechstunde mit Jürgen Hardt (MdB), nämlich einen Kostenvergleich für eine Tunnellösung zu bekommen,  begrüßen wir ausdrücklich, da die CDU in Ronsdorf eine Tunnellösung bisher strikt abgelehnt und behauptet hat, sie sei vom Tisch, obwohl sie nachweislich noch nie auf dem Tisch war.  
Nur sollte gleichermaßen auch daran gedacht werden, die in der Billigvariante nicht vorhandenen Mehrkosten für adäquaten Lärmschutz mit zu berücksichtigen. Die Lösung als charmant zu bezeichnen ist wenig nachvollziehbar. Hier ist nicht Charme gefragt, sondern das Wohlergehen der Ronsdorfer Bevölkerung.
Außerdem ist zu erwarten, dass man aus den Fehlern, die man beim Ausbau der A46 gemacht hat, Lehren gezogen werden. Die Lärmschutzmaßnahmen sind bis heute noch nicht abgeschlossen und erreichen die Schallgrenze von etwa 70 Mio. Euro.

Heidrun Leermann (WfW)
Dorothea Glauner
Mitglied der
Bezirksvertretung
Fraktionsvorsitzende (WfW)
im Rat der Stadt Wuppertal

Ausgabe 10 vom 13. März 2016

Offener Brief

Offener Brief an Herrn Mar­cel Hafke, Landtag NRW, zum Ausbau der Parkstraße

Sehr geehrter Herr Hafke,
wenn Ihnen, wie in verschiedenen Zeitungen zu lesen war, der Lärmschutz an der Parkstraße in Ronsdorf wirklich am Herzen liegt, dann fordern Sie doch bitte den besten Lärmschutz und das ist die Lärmvermeidung. Die Lärmvermeidung wird mit dem von der Bürgerinitiative „L 419 – Kei­ne Autobahn durch Ronsdorf“ geforderten Tunnel von der L 418 durchgehend bis zur Autobahn A 1 erreicht. Der überregionale Verkehr fährt durch den Tunnel, ohne dass man das auf der Parkstraße hört oder sieht. Die Parkstraße wird entlastet, weil hier nur noch der innerstädtische Verkehr fließt, und somit wird auch hier der Lärmpegel vermindert. Damit schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe und zusätzlich noch eine Menge anderer Vorteile sowie Verbesserungen.
Denken sie doch bitte mal darüber nach und schließen sich der Forderung der Bürgerinitiative „L 419 – Keine Autobahn durch Ronsdorf“ an.
Ich bin überzeugt, dass dann die FDP bei der nächsten Landtagswahl viele Stimmen aus Ronsdorf bekommen wird.

Joachim Wendt
Schenkstrasse 26
42369 Wuppertal

Ausgabe 08 vom 28. Februar 2016

Themen in der Bezirksvertretung

Betr.: Artikel „Zuviel des Guten?“ im SonntagsBlatt vom 21. Februar:
Beim Lesen Ihres o.g. Beitrages stellte sich mir die Frage, auf welcher Veranstaltung der Berichterstatter war?
Das Hauptthema der BV-Sitzung am 16. Februar war die Diskussion und der Beschluss über den Erhalt der GGS Kratzkopfstraße. Diesen An­trag von mir und Frau Leermann (Linke und WfW) hat die BV schließlich einstimmig verabschiedet. Doch davon und von den anderen Themen kein Wort in Ihrem Bericht!
Statt dessen wird eine Anfrage von mir an die Verwaltung (von insgesamt dreien!) zum Anlass genommen, sich darüber lang und breit gegen mich auszulassen.
Gerade mir als langjährigem aktiven Umweltschützer, Mitglied der Naturfreunde und des Umweltausschusses sozusagen zu unterstellen, ich wäre im Interesse der „Normalparker“ gegen Ladesäulen und Parkplätze für E-Mobile, ist schon grotesk!
Ich habe lediglich die WSW  um einen Bericht darüber ge­beten, wie oft die Ladesäulen für E-Mobile am Markt bisher frequentiert worden sind, weil mir angesichts der Tatsache, dass zur Zeit in Wuppertal erst etwa 100 E-Autos unterwegs sind, etwas übertrieben er­scheint, dort zwei Parkplätze für E-Mobile freizuhalten.
Auch sei gesagt, dass nach meinen Beobachtungen (ich komme fast täglich dort vorbei) in letzter Zeit die „Normalparker“ schon die beiden Buchten freihalten. Aber sie werden (bis auf eine Ausnahme in den letzten Tagen) von E-Mobilen nicht benutzt.
Deshalb scheint mir – bis zu einer deutlichen Zunahme an E-Fahrzeugen – die Freihaltung von zwei Plätzen etwas überdimensioniert.
Es ist manchmal schon merk­würdig: Gerade diejenigen, die sich in der Vergangenheit über zu wenig Parkplätze am Ronsdorfer Markt aufgeregt haben, scheinen jetzt nichts dagegen zu haben, dass in den Sommermonaten durch die benachbarte Außengastronomie von zwei Gaststätten permanent einige Parkplätze wegfallen. Und jetzt tun sie so, als wenn an der E-Ladesäule den Elektrofahrzeugen permanent die beiden Parkplätze blockiert würden.
Und dann findet sich auch noch ein Journalist, der mein Ansinnen (absichtlich?) missversteht und in das gleiche Horn tutet.
Auf eine Antwort der WSW auf meine Frage bin ich allerdings gespannt und werde sie auch öffentlich machen.

Jürgen Köster
Bauvereinstraße 17
42369 Wuppertal


Anm. der Redaktion: Dass die vom Leser als Hauptthema bezeichnete seinerzeit vakante Schließung der Grundschule Kratzkopfstraße schon im SonntagsBlatt vom 14. Fe­bruar – und damit vor der Sitzung der Bezirksvertreter – the­matisch umfangreich be­handelt wurde, hat dieser of­fenbar überlesen. So war auch der Antrag von WfW und den Linken Bestandteil unserer Berichterstattung. In diesem Zusammenhang soll auch nicht unerwähnt bleiben, dass die Schließung der Schule laut Schuldezernent Dr. Stefan Kühn inzwischen vom Tisch ist. Zuviel des Guten ist es sicherlich, wenn Themen, die auf der Sitzung der Stadtteilparlamentarier zwar thematisiert werden, im Anschluss aber zum Zankapfel werden.
Hinlänglich bekannt ist, dass sich der Großteil aller Ronsdorfer Bezirksvertreter im Vorfeld der nun entstandenen Diskussion für die Einrichtung der doppelten Ladestation eingesetzt hat; sicherlich auch mit dem Hintergedanken, den neuen Technologien der Mobilität eine Chance zu geben. Dazu braucht es fraglos Ladestationen. Fakt ist, dass die Bundesregierung von einem Anstieg des E-Mobil-Anteils in den nächsten Jahren ausgeht.
Dass es den Fahrern von Autos mit fossilem Antrieb im Hinblick auf den noch geringen Anteil der Elektroautos an Verständnis für das Parkverbot an Ladesäulen fehlt, ist durchaus nachvollziehbar. Aber was würden Besitzer von Benzin- oder Dieselfahrzeugen wohl sagen, wenn ihnen im Gegenzug E-Mobile die Zapfsäulen an den Tankstellen zuparken würden?
Ob nun der Bedarf der beiden Ladesäulen „zuviel des Guten“ ist, um beim Wortlaut zu bleiben, ist abzuwarten.

 

Ausgabe 06 vom 14. Februar 2016

Parkstraße: Investition in die Zukunft

Auf der Homepage der „Bürgerinitiative L 419: Keine Autobahn durch Ronsdorf!“, „Aktuelles“, sind die Varianten des von „Straßen.NRW“ geplanten  Ausbaus der Parkstraße als Autobahn aufgelistet und mit der Variante „5“ (Tunnel) ergänzt worden. Beim Vergleich der oberirdischen Gradienten-Varianten „1“ bis „4“ variieren die Bewertungen von -2 bis -4 negativ; aber die Tunnel-Variante „5“ mit +5 positiv und ist somit die optimalste Ausführung. Beim Vergleich der oberirdischen Trassen-Varianten  „A“ bis „G“ variieren die Bewertungen von -2 bis +2; aber die Tunnel-Variante wieder mit +5 positiv und ist somit die optimalste Variante. Fazit: Die leistungsfähigste Variante ist der Tunnel; denn es werden neu gebaut: Oberirdisch: zwei Fahrstreifen, kein durchgehender Standstreifen,  Tunnel: Vier Fahrstreifen, zwei durchgehende Standstreifen. Wenn der Verkehr, wie in den Gutachten prognostiziert,  sich mehr als verdoppelt, dann ist bei nur zwei neuen Fahrstreifen die gleiche Stausituation wie heute zu erwarten. Werden aber mit dem Tunnel vier Fahrstreifen und zwei Standstreifen neu gebaut, kann der zusätzliche Verkehr problemlos zur Autobahn abfließen ohne die Ronsdorfer in ihrer Lebensqualität zu beeinträchtigen; denn die Parkstraße bleibt weiterhin ohne Einschränkungen befahrbar. Addiert man dann noch die Behinderungen während des Baus der oberirdischen Varianten hinzu und bezieht die Umweltschäden sowie die Gesundheitsgefahren beim Betrieb mit ein, stellt man fest, der oberirdische Ausbau der Parkstraße ist Geldverschwendung und somit sinnlos. Die Tunnellösung ist die Variante mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis und eine sinnvolle, zukunftsträchtige Investition! 

Joachim Wendt
Schenkstraße 26
42369 Wuppertal

Ausgabe 04 vom 31. Januar 2016

Richtigstellung

Vielen Dank für Ihre umfangreiche und positive Berichterstattung zur Liefersackausschüttung des 20. Liefersacks 2015. Wir haben uns sehr darüber gefreut. Alle anwesenden Vereine und Institutionen  haben unsere Vorschläge zur Ausschüttung einstimmig angenommen.
Der Sozialverband VdK - Ortsverband Ronsdorf hat auf seine Ausschüttung von 200 Euro zugunsten des Bandwirker-Bades verzichtet und dieses auf unserer Zusammenkunft direkt mitgeteilt. Leider wurde in Ihrem Artikel berichtet, dass die NaturFreunde ihre 200 Euro weiter an das Bad gespendet haben.
Beide Vereine, Sozialverband VdK und auch die NaturFreunde, haben sich heute an uns gewandt und bitten um Richtigstellung.  

Christel Auer
Ronsdorfer Heimat- und Bürgerverein e.V. 

 

Ausgabe 03 vom 24. Januar 2016

Errichtung eines Kreisverkehrs

 

Betreff: Errichtung eines Kreisverkehrs im Bereich „Am Stadtbahnhof/Kocherstraße/ Schenkstraße.
Wer beispielsweise aus der Schenkstraße nach links in die Straße Am Stadtbahnhof ab­biegen will, und das vielleicht noch zur Berufsverkehrszeit, weiß, welche Probleme damit verbunden sind. Es erübrigt sich deshalb, auf diesen Verkehrsknoten näher einzugehen. Der vorliegende Vorschlag zur Errichtung eines Kreisverkehrsplatzes in der aufgezeigten Form ist als Anregung an­zusehen.
Eine Verschiebung des Kreises in Richtung Norden würde zu einer erheblichen Vergrößerung des Kreises und damit zu einem noch besseren Verkehrsfluss führen, ohne dass meines Erachtens private Grundstücke benötigt würden.
Die vorliegende Skizze gibt exakt die gleiche Kreisgrösse wieder, wie der Kreis auf Lichtscheid bei „Aldi“. Also keine Ausreden! Vielleicht kann sich ja die Stadtverwaltung zur Prüfung des Vorschlages und letztendlich zu seiner Ausführung durchringen. Ein paar „Groschen“ vom Bauvorhaben „Döppersberg“ sollten auch noch für die Bürger am Stadtrand übrig sein.
Was den städtebaulichen Aspekt betrifft, wäre es wünschenswert, die „große Lö­sung“ zu wählen. Die „hässliche Ecke“ wäre dann Ge­schichte und der Kreisverkehrsplatz würde für eine Aufwertung sorgen.

Klaus-Werner Knickenberg
Resedastraße 55
42369 Wuppertal

Ausgabe 03 vom 24. Januar 2016

Thema: Ausbau der L 419 zur Schnellstraße

Der geplante Ausbau der Parkstraße L 419 zu einer autobahnähnlichen Schnellstraße durch Ronsdorf ist erneut ein Thema in Ronsdorf.
Uns, von der Bürgerinitiative „keine Autobahn durch Ronsdorf“,  erfreut dieses öffentliche Interesse an den „Billigplanungen“ des Landes!
Nach der letzten von Straßen.NRW in Auftrag gegebenen Studie ist der autobahnähnliche Ausbau der Parkstraße nicht mehr zur Entlastung der Autobahn A 46 gedacht, sondern er soll in erster Linie der Aufnahme und Abwicklung des prognostizierten steigenden Verkehrsaufkommens in der Zu­kunft dienen und die vorhandenen verkehrlichen Defizite und Folgen für den Standort Ronsdorf beheben.
Es heißt zum Beispiel: Das hohe Verkehrsaufkommen auf der Parkstraße und die bestehenden Defizite, wie der vorhandene einbahnige Querschnitt und die plangleichen Knotenpunkte an der Erbschlöer und Staubenthaler Straße führten zu einem unbefriedigten Verkehrsablauf.
Durch den vierspurigen Ausbau der Parkstraße würden ge­ringere Unfallraten zu erwarten sein, weil durchgängig ge­sicherte Überholmöglichkeiten weitgehend  Frontalkollisionen verhinderten.
Diesen großen Vorteile für Ronsdorf, so Straßen.NRW als künftiger Bauherr der Autobahn durch Ronsdorf, stehen aus unserer Sicht leider gravierende Nachteile für den Autoverkehr nach Ronsdorf gegenüber!
Die Staubenthaler- sowie die Erbschlöer Straße werden zu Knotenpunkten ausgebaut.
Die einzelnen Teilknotenpunkte an den beiden Straßen müssen aus Gründen der Leis­tungsfähigkeit mit Ampelanlagen ausgestattet werden.
Die beiden Ampelanlagen an der Staubenthaler Straße haben einen Abstand von etwa 140 Metern. Südlich der zweiten Ampelanlage befindet sich in einem Abstand von etwa 85 Metern eine dritte Ampelanlage! An der Erbschlöer Straße das gleiche Bild: In einem Abstand von etwa 130 Metern je eine Ampel; danach in einem Abstand von etwa 150 Metern eine weitere Ampel für die Otto-Hahn-Straße.
In der rosigen Zukunft, also nach dem Bau der Billigautobahn durch Ronsdorf, fahren wir auf den künftigen Autobahn-Zubringern auf je einer Strecke von etwa 300 Metern an drei hintereinander liegenden Am­pelanlagen  entlang.
Jeder Autofahrer kann aus eigener Erfahrung beurteilen, welches Chaos auf der Fahrt von und nach Ronsdorf herrschen wird.
Wir vermuten, dass sich dann auch die glühendsten Befürworter  der Billiglösung, wie das Land sie für den Ausbau an der Parkstraße plant, nach den guten alten Zeiten von heute sehnen werden.
Unsere Tunnellösung mag zwar mehr kosten, aber dafür erspart sie uns Ronsdorfern einen gigantischen Dauer- Autostau in der Zukunft!

Peter Stuhlreiter
Sprecher der Bürgerinitiative
„Keine Autobahn durch Ronsdorf“

Im Saalscheid
42369 Wuppertal

Ausgabe 02 vom 17. Januar 2016

Wir brauchen diesen Ausbau nicht!

In der letzten Ausgabe des Sonntagsblattes nennt Kurt von Nolting unter Wünsche und Vorstellungen folgendes:
1.) Ronsdorf braucht den Ausbau der L 419 unbedingt und so schnell wie möglich.
Ronsdorf, sehr geehrter Herr von Nolting, braucht diesen Ausbau - eine Autobahn - mit Sicherheit nicht.
Was soll dieser geplante und bis heute nicht zu Ende gedachte Ausbau den Ronsdorfern bringen?
Der Anschluss an die A1 ist in keiner Weise - weder finanziell noch planerisch - gesichert. Die Blombachtalbrücke wird das immens hohe Verkehrsaufkommen nicht aufnehmen können, da nach erfolgtem ersten Bauabschnitt über viele Jahre das neue, wesentlich höhere Verkehrsaufkommen über die Blombachtalbrücke geführt werden müsste, was die Brücke gar nicht auffangen wird. Vom Rückstau vor der Brücke gar nicht zu reden. Die Linde wird erheblich stärker belastet werden. Ob und wann es jemals einen Anschluss an die A1 geben wird, steht in den Sternen.
Die Anwohner werden Ge­räusch- und Abgasen ausgesetzt sein, die hochgradig ge­sundheitschädlich sein werden. Der Überflieger wird keinen Lärmschutz bekommen, ob­wohl in unmittelbarer Nachbarschaft hochwertige Wohngebiete entstanden sind. Durch eines dieser Gebiete soll dann irgendwann eine Verbindungsstraße von der L419 zur Oberen Lichtenplatzer Straße gebaut werden.
Die Ronsdorfer Anlagen wer­den drastisch verkleinert. Für das nahegelegene Altenheim und die Anwohner im Friedenshort wird es keinen Lärmschutz geben. Die sogenannte Wildbrücke wird nicht realisierbar sein.
Das sind nur einige Aspekte, die klarmachen ­- KEINE AU­TOBAHN DURCH RONSDORF!
2.) Ratsmitglieder sollen Ent­scheidungen der Bezirksvertretung mehr als bisher begleiten und im Rat entsprechend der BV-Entscheidung Rons­dorfs abstimmen.
Waren es doch gerade die beiden CDU-Ratsmitglieder, die im Falle der Lidl-Erweiterung im Rat der Stadt gegen die Beschlüsse der BV Ronsdorf votiert haben!

Dorothea Glauner
Fraktionsvorsitzende
der WfW
im Rat der
Stadt Wuppertal
42369 Wuppertal

Ausgabe 49 vom 6. Dezember 2015

Waldfrieden: Ein Schelm, der Böses denkt!

Die Baugenehmigung
Für die Bebauung entlang der Straße Waldfrieden in Ronsdorf gilt der § 34BauGB, welcher besagt, dass sich jede neue Bebauung an die bestehende Bebauung anzupassen hat. Zur Beurteilung definiert dieser Paragraph 4 Kriterien. Die Auslegung dieser Kriterien durch das Bauamt zur Erteilung der Baugenehmigung, die hier übrigens in beispielgebend kurzer Zeit erfolgte, fand  jedoch so statt, daß sie geradezu diametral gegensätzlich zu allen vorangegangenen Entscheidungen des Bauamts bzgl. Neubauten oder baulicher Veränderungen in dieser Straße war. Ein Acht-Familien-Haus, wo sonst fast nur Einfamilienhäuser stehen!
Das Gericht
Gegen die Kriterienauslegung durch das Bauamt besteht seitens der Bürger/Anwohner keine Klagemöglichkeit. Juris-ten bedauern diesen Zustand, weil ihrer Meinung nach hierdurch der Korruption Tür und Tor geöffnet wird. Lediglich der direkte Nachbar kann hinsichtlich einer „Unzumutbarkeit“ (so die Gesetzesformulierung) der geplanten Bebauung das Verwaltungsgericht bemühen. Dies ist Ende 2014 geschehen, mit Baubeginn wurde im Juli 2015 ein Antrag auf einstweilige Verfügung  gestellt. Die Bearbeitungszeit hierfür soll nach Kommentarlage maximal 4 Wochen betragen. Passiert ist bis heute, trotz Nachhakens, nichts, während die Baustelle sich kontinuierlich weiterentwickelt.
Die Baustelle
Zur Betreibung der Baustelle wurde fast mittig auf der Straße Waldfrieden ein Baukran aufgestellt. Mit dem Ergebnis, dass der laufende Verkehr, in-klusive Muldenkipper und sonstiger schwerer Lkw, über das Privatgrundstück eines Anwohners  fahren muss – ohne dass dieser vorab informiert oder gar um seine Zustimmung gebeten wurde. Die herbeigerufene Polizei sieht die Verantwortung bei der Stadt, diese lässt erklären, dass die Polizei die entsprechende Genehmigung prüfen muss. Ob eine solche überhaupt vorliegt, wird den Anwohnern trotz Nachfrage nicht mitgeteilt.
Am Donnerstag, dem 26. No-vember, raste, offensichtlich auf Grund eines technischen Defekts, der Kranhaken ungebremst aus voller Höhe in die betriebene Baustelle. Nur sehr großes Glück verhinderte einen Personenschaden. Die direkten Anwohner sind besorgt, da der Kranausleger sich auch ständig über ihre Häuser hinweg bewegt. Polizei und zuständiges Dezernat bei der Bezirksregierung wurden in Kenntnis gesetzt. Die Polizei legte den Kran vorübergehend still, die BR verlangte die Einschaltung eines Ingenieurbüros, eine Ursachenuntersuchung, die – falls möglich – Reparatur des Krans, ein Nachweis über die wiederhergestellte Betriebsfähigkeit des Krans und bestimmte eine anschließende Abnahme behördlicherseits. Am darauffolgenden Montag arbeitete der Kran bereits wieder. Nach Auskunft der BR lagen alle dafür erforderlichen Unterlagen vor.
Ein Schelm, der Böses denkt!

im Namen von fünf
betroffenen Anwohnern
Familie Kerger
Waldfrieden 36
42369 Wuppertal

Ausgabe 48 vom 29. November 2015

Schwierige Verkehrsführung

Als Anwohner der Straße Georg-Arends-Weg befahre ich täglich, teilweise mehrmals, den Kreuzungsbereich Elias-Eller-Straße Staas­stra­ße / Marktstraße / Breite Straße. Meiner Meinung nach ist dieser Bereich deutlich durch Fahrbahnmarkierungen ge­kenn­zeichnet.
Folgende Situationen ergeben sich trotz allem täglich:
Fahrzeuge, die die Elias-Eller-Straße in südlicher Richtung befahren, ziehen trotz durchgezogener Linie (Verkehrszeichen 295) in den Ge­genverkehr und befahren den Fahrstreifen, der für die Linksabbieger aus der Breite Straße Richtung Elias-Eller-Straße vor­gesehen ist.
Fahrzeuge, die die Staasstraße als Linksabbieger Richtung Markt­straße befahren, benutzen ebenfalls durch Überfahren der durchgezogenen Linie in diesem Bereich die Spur für die Linksabbieger aus der Breite Straße.
Gerne wird dabei auch gleich die Sperrfläche, auch Schrägstrichgatter genannt, ge­nutzt, die von keinem Fahrzeug überfahren werden darf.
Mehrmals haben sich für mich, sicher auch für viele andere Verkehrsteilnehmer, schon eine gefährliche Situationen ergeben.
 Ich schreibe dies, weil in den letzten zwei Tagen folgende Situationen mich einfach dazu gezwungen haben:
Freitag, 20.11.2015, ca. 16 Uhr: Ein LKW mit Anhänger befährt die Elias-Eller-Straße in südlicher Richtung, um dann als Rechtsabbieger in die Breite Straße einzubiegen. Ich befahre die Breite Straße in östlicher Richtung, um dann links in die Elias-Eller-Straße abzubiegen. Einen hinter dem LKW fahrenden VW-Golf konnte ich aus meiner Perspektive nicht sehen, da der Golf bereits mit überhöhter Ge­schwindigkeit links am LKW vorbei unter Nutzung der Ge­genfahrbahn und teilweise der Sperrfläche in die Marktstraße fuhr. Eine Vollbremsung meinerseits verhinderte einen Un­fall.
Samstag, 21.11.2015, ca. 14.45 Uhr: Ich biege mal wieder von der Breite Straße kommend links in die Elias-Eller-Straße ab, befinde mich schon mit voller Wagenlänge auf der Elias-Eller-Straße, als ein Linksabbieger aus der Staasstraße kommend plötzlich vor mir stand.
Er setzte schließlich zurück, um dann die Sperrfläche und nicht etwa seine reguläre Fahrspur zu nutzen. Dass der Fahrer dabei noch heftig gestikulierte und mir auch noch einen Vogel zeigte, habe ich als „nicht gesehen“ abgehakt...
Haben andere Verkehrsteilnehmer ähnliche Erlebnisse an dieser Straßenkreuzung erlebt?

Ulrich Weitz
Georg-Arends-Weg 16
42369 Wuppertal

Ausgabe 48 vom 29. November 2015

Preise stehen fest!

Es ist unglaublich, dass eine Wohnungsbaugesellschaft (GWG) den Mietern glaubhaft machen will, dass sie für einen Kubikmeter Schmutzwasser 3,71 Euro bezahlen müssen, obwohl ein Kubikmeter nur 2,85 Euro kostet. Wie kann jemand für die Betriebskosten zuständig sein, wenn er nicht weiß, wie und wann das Schmutzwasser zu berechnen ist.

Gabriele Simshäuser
Nibelungenstraße
42369 Wuppertal

Ausgabe 48 vom 29. November 2015

Ein Kleinod in Ronsdorf

In Ronsdorf haben wir ein Kleinod des Namens „Bücherstube“. Ich kann es nicht glauben, dass es in Ronsdorf Leseratten geben soll, welche die Bücherstube nicht kennen. Aber hallo! Die Ronsdorfer sind doch sonst keine Trottel! Die inhabergeführte Buchhandlung folgt nicht dem Trend des Systems Guiness- Buch, sondern legt Wert auf qualifizierte Beratung.
Das freundliche Team nimmt sich Zeit – leider heutzutage ei-ne Seltenheit. Jeden Monat gibt es einen tollen Buchtipp – auf Wunsch via E-Mail. Wer im In-ternet kaufen möchte, kann sich den Lesestoff ins Haus liefern lassen. In der kleinen, aber feinen Bücherstube ist der Kunde König. Ein solches Kleinod will gepflegt werden, um nicht zu verdorren.

Dr. Gudrun Stöcker
Mühle 173
42369 Wuppertal

Ausgabe 37 vom 13. November 2015

Diskussion ist ein Hohn

Mit Interesse habe ich den Bericht über den Ausbau der L 419 in Ihrer Ausgabe gelesen. Ich muss mich langsam aber fragen, was hier überhaupt noch besprochen wird. Ich als Anwohnerin der Linde kann diese Diskussion mittlerweile nur noch als Hohn empfinden. Seit die Tunnellösung von der A 46 zu den Südhöhen eingerichtet worden ist, hat sich der Verkehr zur A 1 erheblich vermehrt. Nun kommt noch hinzu, dass durch die Ansiedlung der Jugendstrafvollzugsanstalt und seit neuestem verschiedener Schuleinrichtungen, ganz zu schweigen von der Umgestaltung der Kasernen in Technoligiezentren, die Verkehrsströme noch einmal zugenommen haben. Die damit verbundene Belastung, die für die Ronsdorfer (zu denen wir auch gehören) so gerne diskutiert wird, muss von uns stillschweigend hingenommen werden. Auch hier stauen sich die Fahrzeuge, die Lärm- und Feinstaubbelastung hört nicht am Erbschlö auf!
Ganz zu schweigen von den Schwieirgkeiten, uns überhaupt noch in irgendeine Richtung, sei es Lüttringhausen oder Ronsdorf zu bewegen, da es manchmal schlichtweg unmöglich ist, unsere Grundstücke hier überhaupt gefahrlos zu verlassen. Das von dem Grünenpolitiker so nett angesprochene Alternativkonzept für andere Mobilitätsangebote muss ich hier als Schlag ins Gesicht empfingen. Haben wir doch nur eine sehr geringe Busanbindung, die am Wochenende fast brachliegt. Wie sollen wir uns denn alternativ von der Linde weg bewegen - per Fahrrad? Ich bin doch immer wieder erstaunt, in welcher Realistät unsere Volksvertreter leben - die unsere kann das nicht sein!

Simone Scholl
Linde 59 a
42287 Wuppertal

Ausgabe 36 vom 6. November 2015

Offener Brief I

Offener Brief per E-Mail an:
Herrn Andreas Mucke, Stadt Wuppertal

Sehr geehrter Herr Mucke,
mit erstauntem Interesse habe ich im Ronsdorfer SonntagsBlatt vom 30.08.2015 gelesen, dass Sie die Tunnellösung für den Lückenschluss der L 418 an die Autobahn A1 befürworten.
Sind Ihre Worte nur Wahlkampfgeschwätz oder sind Sie wirklich für die Tunnellösung und werden diese auch durchsetzen wie der damalige 2. Bürgermeister Hermann Josef Richter (CDU) beim Burgholztunnel?
Meine Fragen:
- Welche konkreten Forderungen und Schritte wollen Sie unternehmen damit die Tunnellösung realisiert wird?
- Wie wollen Sie die Ronsdorfer SPD für die Tunnellösung gewinnen?
Kommen Sie doch am 9. September 2015 um 19:00 Uhr zu der Informations- und Diskussions- Veranstaltung  der BI „L 419 – Keine Autobahn durch Ronsdorf“ nach Ronsdorf und diskutieren Sie mit.
Über eine konkrete Antwort, noch vor der Oberbürgermeisterwahl, würde ich mich sehr freuen.

Joachim Wendt
Schenkstrasse 26
42369 Wuppertal

Ausgabe 36 vom 6. November 2015

Offener Brief II

Offener Brief per E-Mail an:
Herrn Oberbürgermeister Peter Jung, Stadt Wuppertal

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Jung,
mit großem Erstaunen habe ich im Ronsdorfer Sonntagsblatt vom 30.08.2015 gelesen, dass Sie die Blombachtalbrücke nicht im städtischen Besitz haben möchten, aber trotzdem den autobahnähnlichen oberirdischen Ausbau der Parkstraße (L 419) fordern.
Wenn der Lückenschluss fertiggestellt ist, geht die Blombachtalbrücke automatisch in städtischen Besitz über.
Warum haben Sie sich nicht der Forderung der Bürgerinitiative „L 419 – Keine Autobahn durch Ronsdorf“ angeschlossen, den Lückenschluss der L418 an die Autobahn A1 mit einem Tunnel zu realisieren?
Damit würde die Parkstraße bleiben, was und wie sie ist, nämlich eine Landstraße im Zuständigkeitsbereich des Landes und die Sanierungskosten der Blombachtalbrücke werden vom Land übernommen und nicht den Wuppertaler Bürgern aufgebürdet.
Meine Frage: Was werden Sie unternehmen, damit wir Wuppertaler nicht die vielen Millionen Sanierungskosten für die Blombachtalbrücke auch noch tragen müssen?
Kommen Sie doch am 9. September 2015 um 19 Uhr zu der Informations- und Diskussions- Veranstaltung  der BI „L 419 – Keine Autobahn durch Ronsdorf“ nach Ronsdorf und diskutieren Sie mit.
Über eine konkrete Antwort, noch vor der Oberbürgermeisterwahl, würde ich mich sehr freuen.

Joachim Wendt
Schenkstrasse 26
42369 Wuppertal

Ausgabe 31 vom 2. August 2015

Bald ist das Grün weg

Neubauprojekt Monschaustraße vom 26.07.2015
Dies ist nicht das einzige Neubauprojekt, in der Hordenbachstraße 5c - 5 k wurde ohne jemanden zu fragen eine große Fläche von Bäumen gefällt, um dort ein Doppelhaus und sechs  Reihenhäuser zu bauen. Dann das geplante Objekt an der Diakonie. Warum wird nicht richtig im Grünen gebaut - im Marscheider Wald ist doch noch schön viel Platz und selbst nach der Rodung bleibt noch ein wenig Grün. Autobahn (L419) und der Rest von Ronsdorf ist dann versiegelt.
Eines ist sicher, in ein bis zwei Jahren ist Ronsdorf nicht mehr grün und dann wird auch nix mehr gebaut- ist doch beruhigend oder?

Name und Anschrift sind der Redaktion bekannt

Ausgabe 31 vom 2. August 2015

Es ist nicht alles Gold ...

Gerade ist das neue Ronsdorf - Echo herausgekommen. Die Vorsitzende des Heimat- und Bürgervereins, Christel Auer, lobt die Zusammenarbeit mit vielen Ronsdorfer Vereinen. Diese haben schon immer bei den Liefersackfesten dazu beigetragen, dass ein harmonisches Liefersackfest mit einem Überschuss entsteht. Alle bisherigen Heimatfeste wurden mit dem Ziel veranstaltet, dass ein Erlös für soziale Zwecke in Ronsdorf verteilt werden konnte.
Viele der mitwirkenden Vereine oder Institutionen sind seit Jahren Mitglied im Beirat des Ronsdorfer Heimat- und Bürgervereins. Doch nach der letzten Mitgliederversammlung fragt man sich, hat der Beirat tatsächlich eine beratende beziehungsweise vorschlagende Funktion im Verein; Oder wird er vielmehr vom Vorstand nur als „Hilfskraft für die Durchführung von Großveranstaltungen“  be­nutzt?
Quo vadis?
„Wohin gehst Du“?
Auf der letzten Mitgliederversammlung stellte ein Teil des Vorstandes den Antrag: Den Beirat mit sofortiger Wirkung abzuschaffen und den Vorstand zu ermächtigen, eine „Interessengemeinschaft der Ronsdorfer Vereine“ in die Wege zu leiten. Da die Mitglieder im Voraus nicht ausreichend informiert wurden und auch keine Aussprache zugelassen wurde, stimmte die Mehrheit dem Antrag zu, ohne sich über die Tragweite im Klaren zu sein. Die Mitglieder des Beirates sind gegen einen derart undemokratisch erwirkten Beschluss und erwarten, dass der Vorstand des Heimat- und Bürgervereins eine Revision in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung vornimmt.

Name und Anschrift sind der Redaktion bekannt

Ausgabe 22 vom 31. Mai 2015

Sparkasse I

Na ja, da hätte der liebe Herr Budde auch mal ein paar kritische Worte zu dieser du­biosen und verschwurbelten Gebührenerhöhung sagen können. Es gibt genug Bürger in Ronsdorf, die stark verärgert und auch verunsichert sind, ich denke vor allem an ältere Mitbürger.

Klaus Mahler
Lilienstraße 22
42369 Wuppertal

Ausgabe 22 vom 31. Mai 2015

Sparkasse II

Mehr Gebühren  weniger Leistung: Die Sparkasse hat seit zehn Jahren nichts verändert, das gibt ihr aber nicht das Recht, jetzt in die Vollen zu greifen. Beim Online-Konto wird nämlich nicht nur die Grundgebühr erhöht, für Kontoauszüge und die zweite Karte muss man zusätzlich noch zahlen. Herr Wölfges hat davon gesprochen, dass die Sparkasse auf Mehreinnahmen angewiesen ist, um das Leistungsangebot nicht einschränken zu müssen. Wo sind die Leistungen, für die ich mehr bezahlen soll, und wo sind die Vorteile, von denen Herr Wölfges so überzeugt ist?
P.S.: Für einen Euro Grundgebühr habe ich mehr Leistung bekommen... Weniger ist manchmal mehr.

Gabriele Simshäuser
Adresse ist der
Redaktion bekannt

Ausgabe 16 vom 19. April 2015

Warum passiert nichts?

Kleiner Auszug meiner letzten beiden Fahrten nachmittags auf dem Heimweg über Lichtscheid: 
Montag, 13.04.15, circa 16.15 Uhr: die Baustelle ruht, Dienstag, 14.04.15 circa 16:15 Uhr: die Baustelle ruht.
WARUM?
Es geht doch nichts über einen geregelten Feierabend, auch wenn Wetter und Licht das Arbeiten bis 19 Uhr zulassen würden, damit dort oben schnell Schluss ist. Von den angekündigten circa vier Wochen sind wir nun – wenn ich mich nicht täusche – schon in der dritten Woche. Ist ja nicht so, als wäre das zurzeit unser einziger Engpass.

Anja Major
In der Krim 49
42369 Wuppertal

Ausgabe 16 vom 19. April 2015

Abwägungsfehler?

L 419:  Planfeststellung erst Sommer 2016
Über das Thema Ausbau der Parkstraße zu einer vierspurigen Bundesfernstraße durch Ronsdorf wird seit etwa 2006 in Ronsdorf sehr kontrovers diskutiert.
Für uns von der Bürgerinitiative „L 419 - keine Autobahn durch Ronsdorf“, ist der angekündigte Termin 24. Juni 2015 von sehr großer Bedeutung.
Der Landesbetrieb Straßen.NRW will anlässlich dieser  Veranstaltung den Ronsdorfer Bürgern die sogenannte Detailplanung zum Autobahnbau, sowie  die verschiedenen Gutachten  wie Verkehrs-  und Lärmschutzgutachten und ein Gutachten  über den zusätzlichen Schadstoffausstoß in  Ronsdorf erläutern oder auch erklären.
Der Gesetzgeber hat den Bürgern nur eine sehr kurze Frist eingeräumt, währenddessen Einwände oder Anregungen gegen Gutachten oder Detailplanung abgegeben werden können. Nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens können wir von der Bürgerinitiative „L 419 - keine Autobahn durch Ronsdorf“ oder jeder andere Bürger nur gegen Abwägungsfehler der Bezirksregierung klagen. Auf den Punkt gebracht heißt das: Was während des Verfahrens nicht vorgebracht wurde, kann später auch nicht als Klagegrund gelten. Die Bürgerinitiative und unsere Sponsoren werden also,  auch auf dem Klageweg, versuchen, die Hürden für den  Billigbau so hoch anzusetzen, dass die Tunnellösung für die Parkstraße eine wirtschaftlich vertretbare Lösung darstellt.
Nachdem der Landesbetrieb  Straßen.NRW die Parkstraße von Lichtscheid bis Blombachtal-Brücke total neu saniert hat, bleibt aus Sicht von uns Steuerzahlern genügend Zeit, um die Vorteile einer Tunnellösung für uns Bürger zu überdenken und erst danach zu entscheiden.

Peter Stuhlreiter
Sprecher der Bürgerinitiative L 419
Keine Autobahn durch Ronsdorf
Im Saalscheid 7
42369 Wuppertal

Ausgabe 12 vom 22. März 2015

Ärgernis: Hinterlassenschaften der Hunde

Lieber Hundehalter,
es wäre echt toll, wenn Sie die Hinterlassenschaft Ihres Hundes entfernen würden.
Vor ein paar Wochen konnte ich dem Kot ihres Hundes vor unserem Eingangstor gerade noch ausweichen.
Ein paar Tage später lag dann einige Meter weiter wieder eine Tretmine und heute Abend im Ascheweg zur Gartensiedlung bin ich im Dunklen reingetreten. Ich fand es nicht gerade toll. Es ist doch sicherlich kein Problem, eine Tüte zur Hand zu nehmen, diese Hinterlassenschaft aufzunehmen und in den nächsten Mülleimer zu werfen. Gerade in dieser Ecke stehen genug zur Verfügung.
Zur Not spende ich Ihnen eine Rolle kotbeutel oder die 3-Liter Ge-frierbeutel vom Aldi (die erfüllen auch ihren Zweck). Gerne zeige ich Ihnen auch, wie man dieses aufnimmt, ohne sich die Hände zu beschmutzen.
Aber es einfach liegen zu lassen... Ist unsozial und sogar fahrlässig!
Gerade in einer Zeit, wo man wegen Hundehassern und Giftködern vorsichtig sein muss, sollte man das nicht durch solches Verhalten provozieren.
Ich bitte Sie daher eindringlich, machen Sie die Hinterlassenschaft immer weg!

Ute Lueg
Kontakt ist der Redaktion bekannt
Ich bin selber Hundehalterin, immer mit Tasche und Kotbeutel „bewaffnet“.

Ausgabe 11 vom 15. März 2015

Mit fremden Federn?

Am Montag, dem 9. März, gastierte im Sankt-Joseph- Pfarrzentrum, in der Remscheider Straße eine Kasperbühne, die sich das ‚Hohnsteinertheater’nennt.  
In dem verschickten Pressetext wird so getan, als ob diese Bühne etwas mit den ‚Hohnsteinern’ zu tun hätte, die seinerzeit z.B. die in dem Pressetext auch aufgeführten TV-Sendungen mitgestaltet haben. Das ist nicht der Fall; diese Bühne spielt lediglich mit Hohnsteiner Figuren, die jeder käuflich erwerben kann.
Ich kenne die Aufführungen dieser Bühne leider nicht; vielleicht machen sie ja wirklich gutes Kaspertheater; doch dann wäre es vermutlich nicht nötig, sich mit fremden Federn zu schmücken.

Wolfgang Buresch,
Adresse ist der Redaktion bekannt.
Wolfgang Buresch (seinerzeit Mitglied der ‚Hohnsteiner-Bühne Friedrich Arndt’ und Inhaber des Copyrights an den Figuren ‚Hase Cäsar’ und ‚Plumpaquatsch’),
die er auch gesprochen und gespielt hat.

Ausgabe 10 vom 8. März 2015

Töricht und unverschämt

Immer wieder findet man die öffentliche Toilette am Markt verschlossen, weil, wie ein Hinweis an der Türe vermerkt, unbekannte Täter darin Schäden anrichten. Man kann diese Tölpen nicht anders als dumm und rücksichtslos bezeichnen. Dumm, weil sie offenbar ihre Zeit nicht besser zu nutzen wissen, als die Toilette zu demolieren und rücksichtslos, weil sie besonders älteren Mitbürgern durch ihre Schandtat das Leben schwerer machen. Man wünschte sie sich zur Rede gestellt, damit ihnen die Augen dafür geöffnet werden, wie sich auf effiziente Weise zum „Gemeinwohl“ beitragen lässt.

Jürgen Steinberg
Anschrift ist der
Redaktion bekannt

 

Ausgabe 10 vom 8. März 2015

Wer war der Schuldige?

Als ich diesen Bericht und die Kommentare von Herrn W. Herkenberg (AWG) las, fiel mir ein: Ist das wieder das typische bergische Denken gewesen ... ich/wir  doch nicht, denn das sind die anderen schuld ??!!! Zur Verteidigung muss ich dennoch Herrn W. Herkenberg beistehen. Denn der DWD (Deutsche Wetterdienst) hatte nur ein wenig Schnee vorhergesagt ... wenn überhaupt !!!! Und lag mal wieder voll daneben :-( Also ist der DWD eigentlich  (in) Schuld.  :-)

Rolf Weißbach
Jägerhofstraße 39
42119 Wuppertal