Wer die Bürgerinitiative L 419 unterstützen möchte, näheres auf der Homepage:

www.buergerinitiative-l-419-keine-autobahn-durch-ronsdorf.de

 

In der Sommerfreizeit viel
Vergnügen zu Pferde

Der Pferdehof Rehsiepen bietet viel Ferienspaß für Daheimgebliebene



Marion Felbel-Musa und Belinda Kasperczyk vom Ponyhof Rehsiepen mit 10 Kindern der Ferienfreizeit. (Foto: NeK)

(Ro./NeK) Eine Woche lang auf dem Rücken der Pferde verbringen. Welches Kinderherz schlägt da nicht höher? Genau das können alle 6- bis 13-Jährigen in diesen Sommerferien auf dem Reiterhof Rehsiepen in Ronsdorf.
„Wir reiten jeden Tag und haben viel Spaß miteinander“, betont Belinda Kasperczyk, eine der beiden Leiterinnen der Ferienfreizeit. Da gibt es einen Malwettbewerb, bei dem die kleinen Pferde als Leinwand herhalten müssen. Und bei der großen Hitze am Mittwoch kamen natürlich auch die Wasserspiele nicht zu kurz.
So eine Woche mit den Ponys kostet 150 Euro. „Da sind die Getränke und ein kleiner Mittagssnack mit drin“, berichtet Marion Felbel-Musa. Die Pferdewirtin mit dem Schwerpunkt Reiten betreut aus fachlicher Sicht die Kinder. „Man muss noch nie auf einem Pferd gesessen haben, um bei uns mitmachen zu können“, erklärt sie. „In der sechsten Ferienwoche sind noch Plätze bei unserer Ferienfreizeit frei“, fügt Belinda Kasperczyk hinzu. Hier wird die eine oder andere neue Freundschaft geschlossen und sich natürlich richtig an der frischen Luft ausgetobt.
Für den regulären Schulbetrieb gibt es sieben eher lammfromme Ponys. Und zweimal in der Woche, Dienstag und Freitag, wird von 15.30 bis 17 Uhr für Kinder ab 3 Jahren Ponyreiten ohne Anmeldung angeboten – ein Vorgeschmack auf alles, was es zu lernen gilt.

 

In den Ferien fliegen kräftig die Spähne

Holzbasteln kam als erster Programmpunkt bei den „Lütteraten“ vortrefflich an



Handwerkliche Geschicklichkeit war in der Bücherei gefragt. (Foto: ka)

(Lü./ka) Dort, wo sich in der Lüttringhauser Stadtbücherei oben in der Sitzecke sonst immer Zeitungsleser niederlassen oder Bücher für den eigenen Lesebedarf ausgesucht werden, herrschte diesmal gleich zu Beginn der Sommerferien handwerkliche Aktivität. An einem Werktisch saßen acht Schulkinder zwischen 6 und 12 Jahren und fertigten mit Sägen, Bohren und Schmirgeln allerlei kreative Holzfiguren.
Fingerfertigkeit war angesagt, aber die Teilnehmer der kleinen Gruppe waren zu Beginn von Axel Balzer in der für sie neuen Technik angelernt worden. Jetzt galt es, geschickt mit einer Laubsäge umzugehen. „Das macht den Kindern viel Spaß“, stellte Balzer bereits nach kurzer Zeit fest, dem Material Holz kämen sie so viel näher. Ein dicker Stapel von Laubsägeholz lag schon im Hintergrund bereit.
Vera Brinkmann, die seit sechs Jahren für den Förderverein „Lütteraten“ tätig ist, betreute die Gruppenmitglieder und gab diesen und jenen Tipp, um Vögel und andere Tiere, Blumen und Bäume zu basteln. Es entwickelte sich bald zur  selbstverständlichen Arbeitsweise, erst zu überlegen und die Fantasie spielen lassen, dann mit dem Bleistift vorzuzeichnen und sich dann an das Sägen zu machen. Ein gutaussehender Serviettenring gehörte zu den ersten „Produkten“ – praktische Ideen kamen hier gut an. Ein Eishörnchen für jeden spendierte Vera Brinkmann zwischendurch und gab damit einen Anreiz für noch mehr Kreativität in der Bücherei.

 

Besuch unter dem Adler

Drei Lüttringhauser Vereinigungen luden zum Fest ein



Hunderte von Lüttringhausern trafen sich „unter dem Goldenen Adler“. (Foto: ka)

(Lü./ka) Der Samstagnachmittag blieb trocken. So kam die Einladung zum „Fest unter dem Goldenen Adler“ an der Seite der evangelischen Stadtkirche bei den Lüttringhausern gut an. Nach einer Stunde waren die Sitzplätze längs der Kirchenmauer schon alle vergeben. Da wurde geplaudert, man stellte neue Kontakte her und frischte alte wieder auf. So manche Mitbürger waren sich monatelang nicht „im Dorf“ über den Weg gelaufen. Da gab es ein fröhliches Miteinander.
Das wünschte sich auch Christiane Karthaus: Die gerade neugewählte Vorsitzende des Heimatbundes begrüßte die Gäste und freute sich aufh einen geselligen Abend. Jede Menge Musik sorgte neben Würstchen und Bier, Limo und tollen Weinen aus dem Breisgau für eine prima Stimmung. Während das „Akustik-Trio um Ulrich Spormann“ mit ro­-ckigen Tönen aufwartete, blies der Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde in seinem bekannten und beliebten Stil. Beifall gab es für beide Gruppen reichlich, sodass das Echo der Zuhörer die Musiker zu mehr Temperament und Schwung animierte.
Ursprünglich war das Fest geplant worden, weil Geld für die Sanierung des Denkmals zur Erinnerung an die Gefallenen der Schlacht bei Sedan und anderen Kriegsereignissen benötigt wurde. Doch die erforderlich Summe kam zusammen und die Restaurierung war gesichert. Wegen des regen Zuspruchs der Lüttringhauser gab es fortan aber Wiederholungen des schönen Festes.
In diesem Jahr organisierten der Heimatbund, der Lüttringhauser Männerchor und die „Initiative Gertenbachstraße“  zum dritten Mal gemeinsam die Sause unter dem Goldenen Adler. Der Überschuss fließt diesmal nach nebenan, denn die Orgel in der Kirche muss dringend renoviert werden.

 

Ein kleiner Racker namens Argos

Der Premium-EdelMix-Welpe soll in Ronsdorf bleiben



(Ro.) Diese ganz einmalige Mischung aus Rhodesian Ridgeback/Boxer, zufallsgepaart mit einem Dobermann-Cham­pion, ist der letzte noch zu erhaltene Rüde aus einem 10er-EdelMix-Wurf. Der hübsche Kerl hat Charakter, Durchsetzungsvermö­gen und vereint alle Eigenschaften der in ihm vereinigten Vorfahren. Der Besitzer möchte, dass der Hund in Ronsdorf bleibt, aber sichergehen, dass solvente, liebevolle Hundehalter sich um seine Entwicklung kümmern. Anfragen per Mail an „This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.“.

 

„Mach’ mal kein großes Gewese“

Slupina-Beck und Stratmann spielten Musik von Luther



Friederike Slupina-Beck (Piano) und Gerd Stratmann (Altsaxofon) spielten Musik von Martin Luther. (Foto: PK)

(Ro./PK) Die Idee zu diesem Konzert wurde vor ungefähr einem Jahr geboren. Die evangelische Theologin und Pfarrerin der Lutherkiche in Ronsdorf, Friederike Slupina-Beck, traf nach einer Beerdigung auf dem Friedhof auf ihren katholischen Kollegen Gerd Stratmann. Im Verlauf des anschließenden Ge­sprächs beschäftigten sich die beiden zum ersten Mal ernsthaft mit der Möglichkeit, ein gemeinsames Konzert zu spielen. Und zwar mit Musik des großen Jubilars, Martin Luther, dessen Reformation sich in diesem Jahr zum 500. Mal jährt. „Tolle Idee“, muss Gerd Stratmann gesagt haben, „aber mach’ mal kein großes Gewese darum“ (und damit gleichsam einen Ausspruch von Martin Luther wiedergebend). „Ich war gespannt, Luther auf diese Weise kennenzulernen“, erklärt  Stratmann Das aus diesem Zusammentreffen erwachsene Konzert fand am vergangenen Samstag im Gemeindesaal der Lutherkirche statt.
Und so erklangen an diesem Abend einige Kompositionen Luthers. Die Pfarrerin tupfte Akkorde auf die Flügeltasten, Stratmann mit seinem Altsaxofon übernahm die Gestaltung der Melodien. Weich ist sein Ton, angenehm fürs Ohr, seinem Lehrer Wolfgang Schmidt­ke sei dank. Und Luther war ein besserer Komponist, als man denken sollte. Alleine seine Lieder „Aus tiefer Not...“ und „Christ lag in Todesbanden“ sind richtige Wunderwerke der musikalischen Schöpfung des 16. Jahrhunderts. Der Reformator maß Musik höchste Bedeutung für das Seelenheil des Menschen zu.
Das überaus launige Beiwerk (humorige Gespräche der beiden Musiker, mit Informationen angereicherte Anekdoten, der unerschütterliche Humor des musikalischen Paares) trug vieles zum Gelingen des Abends an der Bandwirkerstraße bei. Pfarrerin Slupina-Beck redete frei und druckreif. Und spielt gar nicht so dilletantisch, wie sie hin und wieder behauptet. (Der Berichterstatter hörte kürzlich, wie sie J. S. Bach spielte, zwar kurz, aber...).
„Nicht auszudenken“, so Friederike Slupina-Beck, „wenn Luther unmusikalisch gewesen wäre.“ Dem ist soweit nichts hinzuzufügen.