Wer die Bürgerinitiative L 419 unterstützen möchte, näheres auf der Homepage:

www.buergerinitiative-l-419-keine-autobahn-durch-ronsdorf.de

 

„Wir haben alle mal wieder viel Spaß gehabt"

DLRG Wuppertal lud erneut Teams aus ganz Deutschland zum 5. „WupperCup“



Schon vor den Wettkämpfen war die Stimmung bei den Schwimmern gut. (Foto: MM)

 (Cro./MM) Ob aus Baunatal, Duisburg-Homberg, Fellbach, Luckenwalder, Nümbrecht, Marktredwitz, Paderborn, Sachsen-Anhalt oder gar Stralsund - aus ganz Deutschland waren am vergangenen Wochenende wieder Rettungsschwimmer auf die Wuppertaler Südhöhen gekommen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hatte wieder zum „WupperCup“ geladen - während er die ersten drei Jahre in der Schwimmoper beheimatet war, fand er im Jahr 2016 erstmals im Heinz-Hoffmann-Bad des Schwimmsport-Leistungszentrums (SSLZ) auf Küllenhahn statt (das SonntagsBlatt berichtete). Die dortige 50-Meter-Bahn ist eben etwas ganz Besonderes für Schwimmsportler. Und bei seiner fünften Auflage war beim diesjährigen WupperCup alles noch ein bisschen größer.
„Dieses Mal sind 188 Teilnehmer aus 36 Gliederungen dabei“, freute sich Christoph Leber, Vorsitzender des Wuppertaler Bezirksjugendvorstandes. Von der Altersklasse 7/8 bis zu zwei Teilnehmern über 50 Jahre erfolgten am Samstag und Sonntag insgesamt 621 Starts. Das hatte auch einen großen logistischen Aufwand zur Folge: Denn während die Ronsdorfer DLRG in der Schwimmhalle für ein erstklassiges Catering mit Kaffee, Kuchen, Würstchen und mehr sorgte und der Ronsdorfer Rainer Simmat mit seinen Tauchkollegen die zu rettenden Puppen und Gewichte unter Wasser platzierte, mussten die Teilnehmer natürlich auch irgendwo übernachten. Im benachbarten Schulzentrum Süd war hierfür ausreichend Platz, dort wurde abseits der Wettkämpfe auch ein kleines Programm geboten.
Die DLRG-Abteilung Ronsdorf war beim 5. „WupperCup“ mit sieben Teilnehmern insgesamt 19 Mal am Start. Während Nils Möller in einer hart umkämpften AK 13/14 über 100 Meter Hindernis, 50 Meter Retten und 50 Meter Retten mit Flossen auf einen guten 12 Platz kam und damit Bezirksmeister wurde, belegte Jannik Beckmann in der AK 11/12 im Dreikampf über 50 Meter Kombiniertes Schwimmen, 50 Meter Hindernisschwimmen und 50 Meter Flossenschwimmen Rang 6. Die meisten Ronsdorfer waren allerdings in der weiblichen Altersklasse 11/12 am Start: Hier sicherte sich Saskia Huber mit Platz vier gleichzeitig den Bezirksmeistertitel, Lea Wiener, Mia von Gahlen und Ninja Schröder belegten die Ränge 10 bis 12. Max Oberste-Sirrenberg kam in der offenen Altersklasse auf Platz 23. Darüber hinaus stellte die DLRG-Abteilung Polizei mit Kira Kotthaus (AK 7/8), Joshua Stockhausen (AK 11/12) und Sven Opitz (AK 17/18) ebenfalls drei Bezirksmeister. In den Mannschaftswettbewerben präsentierten sich die Wuppertaler als gute Gastgeber und ließen anderen Teams jeweils den Vortritt.
Eine Premiere gab es beim 5. „WupperCup“ allerdings auch: Erstmals wurde hier ein sogenannter Leinenwurf-Wettbewerb durchgeführt: „Das war etwas Neues für uns“, berichtete Wettkampfleiterin Ulrike Klatt, die an beiden Tagen am Beckenrand stand und die Rettungsschwimmer auf die Bahnen schickte. „Die Füße tun uns jetzt allen weh“, fiel ihr Fazit am Sonntagnachmittag aus - zeigte sich aber überglücklich: „Wir haben alle wieder viel Spaß beim WupperCup gehabt.“
 

Fünftklässler konnten sich an der Blutfinke austoben

Spielenachmittag für Sextaner ist an der Erich-Fried-Gesamtschule zur schönen Tradition geworden



Sichtlich Spaß hatten die Gesamtschüler in der Sporthalle. (Foto: NeK)

(Ro./NeK) Er ist schon ein Stück Tradition und fester Bestandteil des Schulprogramms, der große Spielenachmittag der Fünftklässler an der Erich-Fried-Gesamtschule (EFG) in Ronsdorf. „Tradition ist auch, dass die Organisation in den Händen von engagierten Eltern des fünften Jahrgangs liegt“, sagt Anke Ogger, Abteilungsleiterin der Orientierungsstufe.
An insgesamt zwölf unterschiedlichen Stationen konnten sich die Mädchen und Jungen austoben. Darunter waren auch skurrile Wettrennen und eine „Blindenführung“. Natürlich gab es auch einige Teamspiele für die Klassen zu absolvieren, die zum Teil sehr knifflig waren. „Spielerisch können die 162 Schüler das Zusammenhaltgefühl im Jahrgang stärken“, erläutert Anke Ogger das pädagogische Ziel des Nachmittags. Unterstützt wurden die Eltern durch den Sportlehrer Jan Mülheims und die Sporthelfer der EFG, welche die einzelnen Stationen betreuten. Wer Sport macht, muss natürlich trinken - und so unterstützte der Mensaverein der Schule die Veranstaltung mit kostenlosen Getränken.

 

Ist die Gesellschaft überfordert?

Rechtsradikale Propaganda leichter erkennen können



Einige Besucher meldeten sich zu Wort. Darunter Marat Trusov (mi.). (Foto: ka)

(Lü./ka) Im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ gab es im Saal der „Schlawiner“ in Klausen eine Diskussion, an der an die 30 Bürger - zumeist als ständige Gäste aus dem Umfeld bekannt - teilnahmen. Der Remscheider Landtagsabgeordnete und Stad­tratsmitglied Sven Wolf gehörte diesmal auch dazu.
Eingeladen war auch Marat Trusov, ein gebürtiger Russe, der bei der „Mobilen Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus“ tätig ist. Er hielt einen Vortrag über seine Funktion und setzte sich dabei mit politischen Parteien auseinander, die rechts orientiert sind. Er regte an, mit „Plakatkampagnen und Flashmobs an die Öffentlichkeit“ zu treten. Man dürfe „rassistische Äußerungen nicht unwidersprochen lassen“, sagte er und forderte „Aufklärung gegen Vorurteile“. Mit dem Wunsch, auffallende gleichgesinnte Partner ins Boot holen, ergänzte er seine Vorstellungen.
Von „latenter ausländerfeindlicher Stimmung in Lenneper Vereinen“  berichtete eine Besucherin und wurde gleich von einer jungen Frau bestätigt, der dies auch aufgefallen war. „Wird die Gesellschaft überfordert?“, fragte dazu die Journalistin Stefanie Bona, die gleichzeitig die Gesprächsleitung für das Treffen übernommen hatte. Johannes Haun, stellvertretender Vorsitzender von „Remscheid Tolerant e.V.“, erinnerte daran, dass dieses Aktionsbündnis seit 2012 bestehe. „Wir wollen uns auf unsere eigenen Ziele konzentrieren“, stellte er fest und fügte hinzu: „Wir möchten Menschen erkennbar machen, die aus unterschiedlichen Ländern kommen und hier leben“.  
Volker Beckmann, Vorsitzender der Ökumenischen Kontaktgruppe, wünschte hingegen, dass Ängste und andere Probleme zu diesem Themenkreis „auf den Tisch kommen“. Insgesamt wurde in den Beiträgen der Teilnehmer bemängelt, dass „kritisches Hinterfragen zu wenig angewendet“ werde. Für die bei der Einladung gestellte Frage „Was können wir dagegen tun, damit rechtsextreme und rassistische Einstellungen nicht salonfähig werden?“, gab es aber letztlich keine endgültige Antwort.
Ein dreiköpfiges Fernsehteam nahm während der Veranstaltung Szenen auf. Am 5. April um 22.10 Uhr gibt es die „Story“ zu sehen.

 

Ehrenamt auch in Ronsdorf

Mit Leergut oder eigenem Engagement etwas Gutes tun



Markus von Blomberg überreicht der Ronsdorferin Ute Scholl-Halbach die 2.000ste „Gute Karte“. (Foto: TB-Foto)

(Ro./Red.) Bereits zum zehnten Mal wurde am vergangenen Samstag der Ehrenamts­preis der Initiative „(M)eine Stunde für Wuppertal“ an ehrenamtlich aktive Wuppertaler vergeben. Stolzer Preisträger in diesem Jahr ist der Verein „Pfandraising“, der Leergut daheim abholt und den Erlös für die Flüchtlingsarbeit spendet. Auch in Ronsdorf kann, zum Beispiel nach einer privaten Feier, eine Leergut-Abnahme vereinbart werden. Die Laudatoren Markus von Blomberg, offizieller Wuppertal-Botschafter und Grün­der der Ehrenamtsinitiative „(M)eine Stunde für Wuppertal“, sowie Wuppertals Bürgermeisterin Ursula Schulz waren sich in ihren Reden beide einig, dass man darauf aufmerksam machen sollte, wie „wie wichtig und vielfältig ehrenamtliches Engagement für unsere Stadt ist“.
Zum krönenden Abschluss der Preisverleihung händigte Markus von Blomberg stolz die insgesamt 2.000 „Gute Karte“ an Ute Scholl-Halbach aus. Die Ronsdorferin engagiere sich mit „Ihrer Stunde für Wuppertal“ ehrenamtlich seit über 30 Jahren im und für den Stadtteil und darüber hinaus. In den letzten zehn Jahren gehörte Scholl-Halbach auch zum Organisationsteam des bald wieder stattfindenden „Kunstrausches“, dem größten Kunsthandwerkermarkt in Ronsdorf. Zum Jubiläum soll eine Mosaikbank gestaltet werden, dafür hat Ute Scholl-Halbach bereits mit über 1.200 Kindern und zahlreichen Erwachsenen viele Glasstücke bemalt und gefertigt. Die „Gute Karte“ dient zum Ausdruck des Danks und der Anerkennung für ihr kreatives und soziales Ehrenamt im Bereich der Kunst und öffnet Türen zu weiteren Aktionen.
„Dass sich inzwischen 2.000 Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der Ehrenamtsinitiative ,(M)eine Stunde für Wuppertal‘ engagieren, macht uns sehr stolz und dankbar“, freute sich Markus von Blomberg.
Über die zahlreichen Möglichkeiten des Ehrenamts können sich alle interessierten Wuppertaler vom 22. bis 25. März in den City-Arkaden in Elberfeld informieren. Unter dem Motto „So geht Ehrenamt in Wuppertal“ werden beispielhaft ehrenamtliche Projekte vorgestellt und Besucher rund um die vielfältigen Ehrenämter in der Stadt beraten.

Lüttringhausen ist „picobello“

Mit Handschuhen und Säcken im Stadtteil auf Trab



Die fleißigen Müllsammler der Kindertagesstätte in der Gertenbachstraße. (Foto: ka)     

(Lü./ka) Im Rahmen des alljährlichen „Picobello-Tages“ in Remscheid waren am Freitagvormittag auch die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte Gertenbachstraße mit viel Begeisterung beim Abfallsammeln „im Dorf“ unterwegs. Unter der Anleitung von drei Erzieherinnen säuberten sie - mit groben Handschuhen ausgestattet - den kleinen Wald hinter der KiTa, den Park neben dem Rathaus sowie die Feld- und die Gertenbachstraße.
„Wir möchten bereits das Bewusstsein der Jüngsten stärken“, erklärte KiTa-Leiterin Petra Bücheler, „Gott hat uns die Welt geschenkt und wir sollen gut mit ihr umgehen.“ Über den Umgang mit der Umwelt war in der Tageseinrichtung kürzlich mit den Kindern ausführlich gesprochen worden, wobei die „Rollende Waldschule“ aus Remscheid half. Insgesamt meldeten sich in ganz Remscheid 38 Schulen und KiTas zum „Picobello-Tag“ an - acht davon aus Lüttringhausen. Im Stadtteil stellten sich auch zwei Familien sowie einige Gruppen zur Verfügung. Die Aktion erwies sich insgesamt als Erfolg.