Wer die Bürgerinitiative L 419 unterstützen möchte, näheres auf der Homepage:

www.buergerinitiative-l-419-keine-autobahn-durch-ronsdorf.de

 

Die „LüttringHASEN“ hoppelten in der Altstadt

Jung und Alt strömten trotz Nieselregen in die Lütterkuser Gertenbachstraße



Alle Generationen erfreuten sich an den fleißigen Hasen. (Foto: MM)

(Lü./MM) Dass nach den vielen frühlingshaften Tagen zuvor gerade zu Ostern der Regen ins SonntagsBlatt-Land zurückkam, das war schon etwas gemein. An der einen oder anderen Stelle musste die traditionelle Eiersuche kurzerhand ins Innere verlegt werden - in der Gertenbachstraße hatten Jung und Alt am vergangenen Samstag aber trotz fiesem Nieselregen jede Menge Spaß.
In und an den Geschäften konnte bei den „LüttringHASEN“ wieder nach kleinen Überraschungen gesucht werden. Ob im F(l)air-Weltladen oder bei Heilpraktikerin Sandra Schulte, bei „Lüttringhauser.de“ oder vor der Fahrschule, im Modeladen oder vor der Pizzeria, selbst im Vorgarten des Café Lichtblick, in der sonst zu dieser Zeit geschlossenen Stadtteilbibliothek oder in den (nicht aktiven) Öfen der „Kaminlandschaft“ wurden die jungen Sucher fündig. Teils mit prall gefüllten Tüten voller fair gehandelter Schokolade, Eiern oder Kerzen machten sie sich am Ende auf den Heimweg - insgesamt 22 Geschäfte nahmen bei der zweiten Auflage teil.
War die Premiere im vergangenen Jahr noch recht spontan ins Leben gerufen worden und daher auch „eine Nummer kleiner“ gewesen, war heuer den gesamten Vormittag etwas los in der Gertenbachstraße. Dank einer großzügigen Spende vom Heimatbund Lüttringhausen stand ein Etat von 500 Euro für Süßigkeiten und Geschenke zur Verfügung. Und nicht nur die begeisterten: Während Sascha von Gerishem unermüdlich damit beschäftigt war, die leergesuchten Nester vor den geschlossenen Geschäften wieder aufzufüllen, hoppelte Thomas Schulte in besonderer Mission die Straße hinauf und hinab. Er hatte sich in ein pinkfarbenes Hasenkostüm geworfen und überraschte die jungen Passanten unterwegs mit Schokolade. Mit seinem orangefarbenen Regenschirm war er dabei auch von weithin sichtbar - auch wenn sich der Osterhase zwischendurch gerne mal versteckte. Schließlich wollte er ja eigentlich bei der ganzen Arbeit nicht gesehen werden - aber das war bei dem Auflauf in der Gertenbachstraße nicht so ohne Weiteres möglich…
Einige Schauspieler des Volksbühne-Ensembles waren mit ihren Kostümen auch bei den „LüttringHASEN“ mit von der Partie und machten einen Vorgeschmack auf das neue Stück „Zoppen-düster förr de Burger Brezeln“. Bereits am 17. Juni wird in der Altstadt wieder eine Menge los sein. Dann steht im Rahmen der Heimatspiele der nächste Restaurant-Day auf dem Programm.

 

Spende für das Bandwirker-Bad

Praxisumzug in Ronsdorf brachte „Geld statt Blumen“



Bauke van der Velden (Mi.) und Mitarbeiterin Julia Otto übergaben am Donnerstag Hans-Walter Westebbe vom Bandwirker-Bad die Spenden der Kunden. (Foto: ka)

(Ro./ka) Viele Jahre war Bauke van der Velden mit ihrer Praxis in der Marktstraße im Stadthaus am Bandwirkerplatz angesiedelt. Doch Anfang Ap­ril zog die Physiotherapeutin innerhalb Ronsdorfs um und ist jetzt in der Staubenthaler Straße 20 ansässig. Verschiedene Gründe haben sie zum Umzug bewogen - unter anderem die Tatsache, dass man die neuen Räume ebenerdig erreichen kann. Als sie zur Eröffnung des aktuellen Domizils einlud, hatte sie statt üblicher Blumengeschenke vielmehr Geldspenden erbeten. Diesen Wunsch erfüllten die Besucher gerne, denn van der Velden hatte vor, das Bandwirker-Bad zu unterstützen.
Mit diesem arbeitet sie nämlich ständig zusammen, zehnmal wöchentlich trainieren ihre Gruppen dort die Kondition. „Das Bad passt zu uns“, erklärt die Inhaberin und so funktioniere das Miteinander vorzüglich. Insgesamt 130 Euro kamen bei der Neueröffnung der Praxis an der Staubenthaler Straße zusammen und die wurden am Donnerstag dem Bandwirker-Bad übergeben.  
Geschäftsführer Hans-Walter Westebbe war gekommen, um den Spendenscheck aus den Händen von Bauke van der Velden und ihrer Mitarbeiterin Julia Otto in Empfang zu nehmen. „Wir müssen ständig um den Erhalt unserer Einrichtung kämpfen“, berichtet Westebbe, der stets die Einnahmen und Ausgaben des Bades im Auge hat. Da seien es oft scheinbare Kleinigkeiten, die letztlich erhebliche Kosten verursachen.  „Jetzt geht es gerade darum, eine Reihe von Kacheln unter Wasser zu ersetzen“, erzählt Westebbe von dem nächsten Vorhaben.
In solchen Fällen kom­men unerwartete Zuwendungen wie die Spende aus dem Hause van der Velden natürlich besonders gut an und helfen den ehrenamtlichen Betreibern bei ihrem gemeinnützigen Engagement.

Bingo-Zahlen im Vier-Sekunden-Takt

„Eierlotten“ auf Klausen wieder mit viel Spannung beim Spiel



Der „Bingo-Master“ Helmut Behnecke sorgte auch in diesem Jahr für unterhaltsame Stunden. (Foto: ka)

(Lü./ka) „Bingo!“, schallt es am Gründonnerstag durch den Raum im Heim des Kleingärtnervereins Lüttringhausen. Und während eine junge Frau strahlend einen Eier-Gutschein in Empfang nimmt, huscht ein klein wenig Enttäuschung über die Gesichter der anderen „Eierlotten“-Teilnehmer. Doch im Anschluss geht es ohne Pause weiter. Der „Bingo-Master“ greift in die Zahlentrommel, legt die gezogenen Nummern aus und liest sie vor. Alle vier Sekunden kommt eine weitere durch das Mikrofon und jeder Teilnehmer muss gut aufpassen, ob er die gezogenen Nummern auf seiner Karte hat. Wenn einer dann seine Bingo-Karte voll hat, darf er sich mit dem „Bingo!“-Ruf sofort melden und hat gewonnen.
Helmut Behnecke vom Verein übernimmt die Aufgabe des „Bingo-Masters“ nun schon seit 1991 immer wieder. Damals, so erinnert er sich, hatte der Vorsitzende Fredi Beckmann zu ihm gesagt: „Du kannst das und du machst das!“ So lange greift der Kleingärtner nun schon zum Mikrofon und in die Trommel, während die Besucher der Abendveranstaltung - neben dem Aufpassen - Würstchen mit Pommes und Bier vom Fass genießen. Bettina Petersen, die als Wirtin für die Betreuung zuständig ist, freut sich darüber, dass neben den heimischen Kleingärtnern in diesem Jahr auch wieder viele andere Lüttringhauser gekommen sind. Immer wieder heißt es am Abend „Neues Spiel - neues Glück!“ Und so mancher Gast bekommt seine benötigte Ostereiermenge.
Wo denn der Begriff „Eierlotten“ eigentlich herkommt, weiß allerdings kaum einer. Fest steht, dass „Lotten“ im Bergischen so viel wie „Verlosen“ heißt. Man spielt es wie Bingo. Doch ist der Begriff augenscheinlich in keinem Lexikon zu finden. Im nahen Umfeld, also in Lennep, Ronsdorf, Sudberg, Lüttringhausen und Cronenberg, ist diese Eierverlosung ein Begriff. Ein bergischer Brauch wird hier ganz selbstverständlich gepflegt.

 

Jugendfeier anstatt Konfirmation

Symbolischer Schritt aus der Kindheit ins Erwachsenenleben



Valeria und Julian aus Ronsdorf freuen sich mit Mutter Nicole Sothmann auf die Jugendweihe, die im Mai im „Wuppertaler Hof“ stattfinden wird. (Foto: NeK)

(Ro./NeK) „Religiöse Bindungen lösen sich auf. Über ein Drittel der Einwohner sind konfessionsfrei. Die Suche nach einem festlichen Übergang in das Erwachsenleben führt zu einer weltlich orientierten Feier - ohne Bezug auf transzendente Mächte.“ So stellt der Humanistische Verband (HVD) seine Begründung für die Jugendfeier in Deutschland dar.
In Ronsdorf sind in den Wochen nach Ostern die Gottesdienste von den Konfirmationen geprägt. Diese christlichen Feiern für die Aufnahme in die Welt der Erwachsenen bestimmt ähnlich wie die Kommunion das Leben in den Gemeinden. Für Kinder, die nicht getauft sind, war die Jugendfeier - oder auch Jugendweihe - vor allem in den östlichen Bundesländern beliebt. Sie gilt als symbolischer Schritt aus der Kindheit ins Erwachsenenleben. Diese Form der Feiern gibt es bereits seit dem Jahr 1859 in Deutschland.
Seit einigen Jahren organisiert der HVD auch in Wuppertal dieses Fest. Valeria und Julian Sothmann aus Ronsdorf werden mit sechs weiteren Kindern in diesem Jahr daran teilnehmen. Das liegt sicherlich auch daran, dass schon ihre Mutter, Nicole, eine solche Jugendweihe erlebt hatte.
Für Julian war auch die Form der Vorbereitung von Bedeutung: „Ich musste da nicht jeden Dienstag in den Konfi-Unterricht“, berichtet er im Gespräch mit dem SonntagsBlatt. Stattdessen wurden die Zwillinge an zwei langen Wochenenden auf ihr Fest und die damit verbundenen Inhalte vorbereitet. Das Motto der Jugendweihe lautet in diesem Jahr: „Meine Ideen, meine Feier, meine Zukunft!“
Die große Feier wird am Sonntag, 14. Mai, im „Wuppertaler Hof“ stattfinden. Valeria und Julian sind ganz begeistert davon, dass sie selbst den Ablauf mitgestalten konnten: „Im vergangenen Jahr hat sogar der Oberbürgermeister gesprochen“, erzählt Julian voller Vorfreude. Am Ende der Feier wird traditionell das Lied „Die Gedanken sind frei“ gesungen. Da wird dann auch der humanistische Bezug noch einmal deutlich.

Basketball in den Osterferien

Auch überregional ist das Camp der SW Baskets beliebt



55 Kinder aus dem Bergischen nahmen in dieser Woche wieder beim Osterferien-Camp der SW Baskets in der Sporthalle am Nocken in Vohwinkel teil. (Foto: MM)