Wer die Bürgerinitiative L 419 unterstützen möchte, näheres auf der Homepage:

www.buergerinitiative-l-419-keine-autobahn-durch-ronsdorf.de

Bergische Kaffeetafel und Bandwirker-Bad

Viele Veranstaltungen in der „Woche des bürgerschaftlichen Engagements“



Lustige Gespräche, Musik und ein Wuppertal-Quiz lockten zu einer echten Bergische Kaffeetafel ausgerichtet vom Sozialen Hilfswerk. (Fotos: LH)



Bernhard Lamprecht (von rechts) von der Friedrich-Spee-Akademie ließ sich das Bandwirker-Bad von Margit Deniers-Schlägel, Frank Wolta und dessen Frau zeigen.

(Ro./LH) Die Geschichte des Ronsdorfer Bandwirker-Bades ist faszinierend: Als erste Badeanstalt vor mehr als 130 Jahren gebaut wurde, war sie schon in privater Hand und wurde von einer Ronsdorfer Aktiengesellschaft finanziert. Später wurde der Betrieb von der Stadt übernommen, vor 50 Jahren ein neues Gebäude errichtet und ist seit 2010 wieder in privater Hand. Die Ronsdorfer engagierten sich eben schon immer in besonderer Weise für ihr Bad.
Am vergangenen Samstag stellte Margit Deniers-Schlägel die umfangreiche Chronik im Rahmen der „Woche des bürgerschaftlichen Engagements“ vor. Doch neben der Fördervereinsvorsitzenden, Schriftführer Frank Wolta und Bernhard Lamprecht von der Friedrich-Spee-Akademie zeigten leider nicht viele Besucher Interesse an der Geschichte des Bandwirker-Bades am Stadtbahnhof.
Dahingegen kam Ulrike Flucht vom Sozialen Hilswerk (SHW) in der Erbschlöer Straße einen Tag später ordentlich ins Schwitzen. Gemeinsam mit ihren ehrenamtlichen Helfern lud sie in der Senioren-Begegnungsstätte zu einer Bergischen Kaffeetafel ein – und deutlich mehr als 40 Personen hatten sich im Vorfeld dafür angemeldet. Nach dem Kaffee gab es noch etwas Musik, einen Vortrag sowie zum Abschluss ein interessantes Quiz.

 

Großer Bahnhof für ein Bistro

Die Schwebebahn an der Bundeshöhe wird Anziehungspunkt



(Ba.) Viel Besuch bekam der CVJM Westbund an seiner Bildungsstätte Bundeshöhe am vergangenen Wochenende zur feierlichen Eröffnung des Schwebebahn-Bistros. Einige Prominenz war erschienen und selbst Oberbürgermeister Andreas Mucke ließ es sich nicht nehmen, persönlich vorbeizuschauen und auch einigen Bürgern Rede und Antwort zu stehen. Unter der musikalischen Begleitung des Drehorgelmannes konnten ganz entspannt die Bergischen Köstlichkeiten, die im Bistro auf der Karte stehen, genossen werden. Bildungsstättenleiter Gerd Halfmann konnte rundum zufrieden sein. (Foto: JoB)

 

Diskussion: Brauchen wir eine neue L 419?

Veranstaltung in der City-Kirche zu „L 419 – Für und Wider die Südtangente“



Jürgen Wernecke von der Ronsdorfer Bürgerinitiative erläutert vor dem Projektor die Situation. (Foto: HL)

(Ro./Red.) „L 419 – Für und Wider die Südtangente“: Unter diesem streitbaren Motto hatte der Verkehrsclub Deutschland (VCD) zur Diskussion in die Elberfelder City-Kirche eingeladen. Um es gleich vorweg zu sagen: Ein „Für“ gab es nicht, da die eingeladenen Vertreter von „Pro L 419“ fehlten.
Dies tat aber einer engagierten und teilweise auch kontroversen Auseinandersetzung kei­nen Abbruch. Im Gegenteil.
Die Bruchlinie war nicht die Frage, ob die L 419, so wie vom Land geplant, ausgebaut werden soll oder nicht, sondern ob ein Neubau dieser Straße überhaupt gerechtfertigt ist, und die Verkehrsbelastungen für Mensch und Natur dadurch nicht sehr viel größer werden, als sie es jetzt schon sind.
Prof. Genannt vom einladenden VCD eröffnete den Abend mit einer sehr informativen Präsentation zu den Plänen von Straßen.NRW. Der Kern seiner Äußerungen betraf das kritische Hinterfragen der von Straßen.NRW vorgelegten Zahlen zum prognostizierten Verkehrsaufkommen nach Fertigstellung der neuen L 419. Ein Vergleich der Zahlen ergebe, dass der Autoverkehr auf der Südtangente nach Fertigstellung der L 419 deutlich stärker zunehmen werde, als von den Planern bis jetzt bekannt gegeben wurde. Hingegen sei die Entlastung, die durch den Neubau der L 419 für die A46 entstünde, sehr viel geringer, als von den Planern angegeben. Er beendete seinen Vortrag mit den Fragestellung: Brauchen wir einen Autobahnring um Wuppertal?
Prof. Schilling von der Bürgerinitiative (BI) „Boltenberg“ kritisierte, dass in Teilabschnitten gedacht und geplant würde; stattdessen müsse man die Entwicklung des Verkehrs in seiner Gesamtheit – insbesondere auf den drei Hauptachsen: A46, B7 und Südtangente – beachten. Insofern sei der Neubau der L 419 auch nur ein Teilaspekt der gesamten Verkehrsentwicklung in und um Wuppertal. Er forderte für Wuppertal ein Gesamtkonzept über die Entwicklung des Verkehrs bis zum Jahr 2030.
In dem abschließenden Beitrag der Bürgerinitiative „Keine Autobahn durch Ronsdorf“ legte deren Vertreter Jürgen Wernecke den Schwerpunkt seiner Äußerungen auf eine alternative Planung beim Bau der L 419 an der Parkstraße. Nach Ansicht der BI müsse es eine Trennung des innerstädtischen vom Fernverkehr geben. Die L 419 solle ausschließlich dem Fernverkehr dienen und müsse im Bereich der Parkstraße tiefer gelegt und überdeckelt werden. So könne der innerstädtische Verkehr – wie bis jetzt auch – auf der bestehenden Parkstraße verlaufen. Dadurch würden die Belastungen durch Lärm und Abgase für die Anwohner minimiert und Natur und Um­welt blieben weitgehend ge­schützt.
Einig waren sich alle Teilnehmer in ihrer Kritik an der Planung des Landes in drei Punkten. 1. Sie sei, wenn sie verwirklicht würde, ein Torso, weil der Verkehr vor der Blombachtalbrücke wie in einem Flaschenhals stecken bleibe. 2. Die prognostizierten Verkehrszahlen der Planer seien zu niedrig angesetzt. 3. Mensch und Natur würden durch den Bau der L 419, so wie er geplant sei, erheblich belastet und geschädigt. Zwei Fragen bestimmten den Schluss der Diskussion. Warum beachtet eigentlich niemand der verantwortlichen Politiker und Planer die fundierten und begründeten Einwände der Bürger? Und: Wann findet auch bei uns endlich – wie in anderen Ländern schon jetzt – ein Umdenken in der Verkehrspolitik statt: von der autogerechten hin zur menschengerechten Planung.

 

Tod durch klares Bekennen

Zum Gedenken an einen Märtyrer aus Lüttringhausen



Die Zuhörer des Steil-Gedächtnis begrüßten die musikalische Untermalung durch die Wuppertaler Musikgruppe „Formation Ufermann“. (Foto: ka)

(Lü./ka) Eine starke Beziehung nach Lüttringhausen gab es für  Ludwig Steil, der um die vorige Jahrhundertwende in einem Verwaltungsgebäude als einer von acht Söhnen des ersten Pfarrers Karl Steil in der Stiftung Tannenhof geboren wurde und hier auf dem Gelände seine Kindheit und die Jugend verbrachte. Nach seiner auswärtigen Ausbildung zog es ihn dann nach Westfalen, wo er ab 1933 die „Bekennende Kirche“ unterstützte.
Die stand dann in strenger Kontroverse zum damaligen Regime. Eine provokativ wirkende öffentliche Rede mit der Frage „Schweigt Gott im Krieg?“ war es dann, die letztlich 1944 zu seiner Verhaftung führte, bei der er zum Schluss im Konzentrationslager Dachau landete und hier einige Monate vor Kriegsende an einer Lungenentzündung starb.
Direkt unter jenem Kirchenfenster, vor dem Ludwig Steil seinerzeit konfirmiert wurde, ließ Pfarrer Uwe Leicht die Lebensgeschichte des Märtyrers im Rahmen einer Vesper Revue passieren. Zehn plakative Tafeln im Kirchenschiff bilden jetzt eine umfangreiche und augenscheinlich perfekte Auflistung der Lebensphasen Ludwig Steils. Sie sind durch eine Vielzahl von reproduktiven Fotos und Dokumenten gründlich ergänzt worden. Die „Formation Ufermann“ aus Wuppertal untermalte musikalisch und mit viel Beifall die aufklärenden Worte von Uwe Leicht.

 

175 Jahre CVJM in Ronsdorf

Trotz Regenwetters buntes Fest am „Waterhüsken“ gefeiert



­Nachdem Pfarrer Martin Engels den Gottesdienst hielt, zog es die Besucher auf den Platz vor dem Waterhüsken, wo einige Pavillons aufgestellt worden waren. (Foto: LH)

(Ro./LH) 175 Jahre sind ein stolzes Alter und ein sehr guter Grund zum Feiern. Das machte der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) in Ronsdorf auch am vergangenen Wochenende. Und dabei ließen sich Mitglieder und Besucher nicht vom Regen abschrecken.
Geplante Freiluftveranstaltungen mussten allerdings verlegt werden. Pfarrer Martin Engels predigte so statt vor dem „Waterhüsken“ gegenüber in der Reformierten Kirche. Er sagte: „175 Jahre sind ein sehr schönes Geschenk – und eine unglaubliche Ermutigung, weiterzumachen.“ Geht es nach den Verantwortlichen, so soll natürlich auch in weiteren 175 Jahren der CVJM im Stadtteil aktiv sein.
Begonnen hatten die zweitägigen Festaktivitäten bereits am Freitag mit einer Bibelstunde. Am Samstag sorgten Kinderschminke, Zuckerwatte, Luftballonwettbewerb oder auch Trommel-Einführungskurse für den nötigen Spaß. Und die beiden Bands „Kuruba“ und „An Clochan“ sorgten für die richtige Musik.

 

Unter Wert geschlagen

TSV: A-Jugend verliert gegen den WSV



(Ro.) Mit einer starken Leistung präsentierte sich die A-Jugend des TSV in ihrem ersten Heimspiel der neuen Niederrheinliga-Saison. Gegner war kein geringerer als der WSV, der zwar die etwas reifere Spielanlage zeigte, aber durchaus verwundbar war, wie einige schöne TSV-Aktionen vor großer Kulisse bewiesen. Unglücklich und absolut un­nötig fiel der Siegtreffer zum 0:1 für den WSV in der Nachspielzeit. Doch mit dieser Leistung muss einem um die Truppe nicht bange sein. In der Liga gibt es sicher Teams, die man be­siegen kann. Am Sonntag um 13 Uhr geht es bei Rot-Weiß Essen um Punkte. (Foto: JoB)