Wer die Bürgerinitiative L 419 unterstützen möchte, näheres auf der Homepage:

www.buergerinitiative-l-419-keine-autobahn-durch-ronsdorf.de

Eine Lanze für die Sicherheit gebrochen

Innenminister Herbert Reul zu Gast beim CDU-Neujahrsempfang in Ronsdorf



Zufriedene Gesichter bei den Verantwortlichen nach der emotionalen Rede von NRW-Innenminister Herbert Reul (3.v.r.) (Foto: AS)

(Ro./AS) Wer auf dem diesjährigen Neujahrsempfang der Ronsdorfer CDU darauf hoffte, dass die große Politik auf Ronsdorf heruntergebrochen wird, der wartete vergebens. Der umstrittene Ausbau der L419 wurde nur von Pfarrer Jochen Denker angerissen. Er machte in seiner Rede klar, dass er das Kos-tenargument, das man den vom Ausbau betroffenen Bürgern immer wieder vor Augen führe, nicht ausreichend für einen alternativen Ausbau sei. Lobend äußerte sich Denker zu den Gesprächen, die seit Anfang der Woche im konfliktbelasteten Quartier Rehsiepen laufen  und zu einer baldigen Verbesserung der nationalen Situation beitragen sollen.
Mit einem knappen „da stimmt was nicht“ verwies Denker auf die Zustände, wenn beispielsweise Flüchtlingskinder nicht adäquat betreut werden können, weil dem Personal „nur ein einziger Schein zur Qualifikation“ fehle. Oder wenn Kinder, die eine lebensgefährliche Überfahrt auf einem Flüchtlingsboot überstanden haben, aber hier nicht am Deutschunterricht teilnehmen dürfen, weil die bereitgestellte Einrichtung nicht die Sicherheitsvorgaben für unter Dreijährige erfülle. Die anwesenden Politiker nahm der Hausherr in die Pflicht, machte darauf aufmerksam, dass es im Zuge der zunehmenden Digitalisierung ein Umdenken am Arbeitsmarkt geben müsse. So sollte man in den nächsten Jahren die Begriffe wie Arbeit, Lohn und Leistung neu definieren.
Mit großer Spannung erwartet wurde die Rede von NRW-Innenminister Herbert Reul, der eingangs auf die Sondierungsgespräche der künftigen Bundesregierung einging. „Um Lösungsansätze muss gerungen werden“, stellte der Minister klar und machte keinen Hehl daraus, dass alle Beteiligten Abstriche machen müssen. „Veränderung bietet nicht nur Risiken, sondern auch Chancen“, zeigte sich Reul optimistisch und betonte, dass schnelle Antworten gefährlich seien.
Beim Thema Gefahr ging der Innenminister auf die aktuelle Situation bei der Polizei ein: „Um die nötige Sicherheit herzustellen, benötigt es Manpower.“ Gemeint war die Auf-
stockung von Personal bei Polizei und Rettungskräften. Kurz nach seiner Vereidigung zum Minister hatte Reul dreihundert zusätzliche Polizisten eingestellt – weitere sollen folgen. Investieren müsse man aber auch in die Ausrüstung der Polizei. So sei sein Wunsch, jeden Streifenwagen mit Tablets auszurüsten, an der veralteten Technik gescheitert. Hier arbeiten Spezialisten an der Ausstattung, um einen schnellen und sicheren Datenaustausch der Behörden zu ermöglichen. Auch die neuen Streifenwagen der Marke BMW – hier hatte es harsche Kritik von den Polizisten gegeben, werde es bald nicht mehr geben. Welche Fahrzeuge künftig in den Dienst gestellt werden, sei noch unklar. Aber Reul versprach, dass es vor der nächsten großen Neuanschaffung Praxistests mit verschiedenen Fahrzeugen geben werde.
Herbert Reul verurteilte die Angriffe auf 16.000 Polizisten und Rettungskräfte, die es im vergangenen Jahr gegeben habe. Der Minister forderte eine Kultur des Respekts und der Wertschätzung für die Beamten, die im Dienst ihr Leben riskieren. Reul, bei seinem letzten Besuch in Ronsdorf noch Europa-Parlamentarier, sicherte zu, sich für bessere Arbeitsbedingungen bei der Polizei einzusetzen. „Den neuen Aufgaben der Polizei muss man sich stellen“, räumte der Innenminister ein. Bestimmten früher Einbrüche und Verkehrsunfälle den Arbeitsalltag der Polizisten, müsse man sich jetzt mit dem Terror auseinandersetzen. Kritik übte Reul an den geltenden Gesetzen und dem seiner Meinung nach übertriebenen Umgang mit vermeintlich schützenswerten Daten. Es müsse doch möglich sein, Fahrzeuge, die auf der Fahndungsliste stehen, via Überwachung auf den Autobahnen zu verfolgen. Gleiches gelte für die Gesichtserkennung an öffentlichen Plätzen. „Niemand muss etwas befürchten“, versprach Reul in seiner Rede, „es sei denn, du stehst auf der Fahndungsliste“, fügte er mit einem Augenzwinkern hinzu und brach so eine Lanze für die Arbeit der Polizei. Er werde sich dafür einsetzen, die bereits vorhandene Technologie nutzen zu können, um die wachsende Kriminalität zu bekämpfen.
Abschließend versprach der Innenminister, dass sich die Sicherheitslage in den fünf Jahren seiner Amtszeit sicherlich verbessern werde. Gleichwohl gab Reul zu bedenken, dass eine garantierte Sicherheit illusorisch sei.

Besser den Fuß vom Gas nehmen

Remscheid weitet die Tempo-30-Zonen weiter aus



Künftig soll an der Remscheider Straße auch auf Höhe von „Haus Clarenbach“ Tempo 30 gelten. (Archivfoto: AS)

(Lü./AS) Tempo 30 vor sozialen Einrichtungen – damit will die Remscheider Stadtverwaltung eine Verwaltungsvorschrift der Bundesregierung umsetzen. Das bedeutet, dass die Bereiche, in denen die Höchstgeschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde begrenzt ist, ausgeweitet werden. „Die Stadt Remscheid verfolgt seit Jahren das Ziel, das Geschwindigkeitsniveau in den Bereichen zu senken, wo schwache Verkehrsteilnehmer verstärkt am Verkehr teilnehmen“, heißt es in einer Mitteilungsvorlage der Stadtverwaltung. Demnach habe eine Auswertung der angeordneten Geschwindigkeitsbeschränkungen ergeben, dass vor allen Kliniken, aber auch vor Grund- und Förderschulen in Remscheid schon Tempo 30 gilt.
Mit einer Ausweitung auf die Bereiche vor Kindertagesstätten sowie Senioren- und Pflegeheimen will man die Unfallzahlen weiter reduzieren. An der Remscheider Straße in Lüttringhausen gilt in Teilbereichen Tempo 50. Noch, denn nach Willen des Ressorts für Straßenverkehrsangelegenheiten in Remscheid soll künftig auch vor dem Seniorenheim „Haus Clarenbach“ die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde gesenkt werden. Zum Schutz der schwachen Verkehrsteilnehmer soll  dort, wo es technisch möglich ist, ein Standort für die mobile Geschwindigkeitsüberwachung eingerichtet werden. Hier müssen Autofahrer also künftig mit teuren Fotos rechnen, wenn sie sich nicht an die neue Geschwindigkeitsbeschränkung halten.

Post: Mehr Zusteller

Unternehmen räumt Probleme ein

(Reg./Red.) Die Deutsche Post AG hat reagiert: Auf ein Schreiben von Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mu­cke vor den Weihnachtstagen hat sie in dieser Woche Probleme bei der Postzustellung besonders in Ronsdorf, Cronenberg und Vohwinkel eingeräumt. Die Post gibt in dem Antwortschreiben zu, dass die Zustellsituation in den vergangenen Wochen „nicht zufriedenstellend war.“
Als Gründe nennt die Post eine Neuorganisation der Zustellung. Hier habe die gleichzeitige Zustellung von Briefen und Paketen bei einem sehr hohen Sendungsaufkommen Sorge bereitet. Außerdem seien neue Kräfte eingestellt worden, denen die Routine gefehlt habe. Und: Viele Zusteller seien in der Adventszeit krank gewesen. Das habe besonders in Ronsdorf und Cronenberg zu „Zustellrückständen“ geführt.
Aktuell, so erklärt die Deutsche Post AG weiter, habe sich die Situation bei der Briefzustellung auf den Südhöhen wieder beruhigt. Durch weitere Neueinstellungen und einer erneuten Umorganistation soll die Zustellung künftig wieder besser werden. Vor Weihnachten waren viele Briefe in Ronsdorf nur mit tagelanger Verspätung eingetroffen.

Mörderische Jagd durch Ronsdorf

Verlosung: Helma Blank präsentiert ihr Thriller-Debüt



Helma Blank hat sich erstmals an einem Thriller mit Lokalkolorit versucht. (Foto: AS)

(Ro./AS) Waren es bisher Romane mit autobiographischem Bezug, in denen sie Ereignisse ihres Lebens literarisch aufgearbeitet hat, widmet sich die Ronsdorfer Autorin Helma Blank nun einem neuen Genre: Mit ihrem neuen Titel „Die Zeugin im Schatten“ legt die ambitionierte Hobby-Autorin bereits das dritte Buch vor, einen düsteren Thriller, der mit dem Fund einer Leiche im vermeintlich beschaulichen Ronsdorf beginnt. „Meine Protagonistin wird vom Mörder gesehen – und von ihm verfolgt“, erzählt die Ronsdorferin. Es beginnt eine atemberaubende Jagd, die Blanks  Heldin bis an die Küste treibt.
Zum Schreiben kam die Verwaltungsangestellte durch einen Schreibkurs, den sie unter der Leitung von André Wiesler an der Wuppertaler Volkshochschule absolvierte. Wiesler, der im letzten November im Alter von nur 43 Jahren verstarb, war für Helma Blank ein Mentor, ein Impulsgeber, wie sie beschreibt. So entstanden Blanks erste Bücher. Dass sie jetzt das Genre gewechselt hat, führt sie auf die Ratschläge ihrer Fans zurück: „Man riet mir, einfach mal so etwas zu schreiben.“ Gesagt, getan – und so entstand ihr neues, 308 Seiten umfassendes Werk.
Auf die Frage, ob sie bereits an einer Fortsetzung schreibe, zuckt die Hobbyschriftstellerin lächelnd die Schultern. „Irgendwas ist immer“, berichtet die Ronsdorfer Autorin und erzählt vom Weg der Ideenfindung, auf dem sie sich gerade befindet. Immerhin sei eine Fortsetzung des Thrillers denkbar, verraten will sie aktuell allerdings noch nichts.
„Die Zeugin im Schatten“ ist in jeder Buchhandlung, aber auch online und als E-Book zu haben. Wer jetzt neugierig geworden ist, der kann an unserer Verlosung teilnehmen. Wir vergeben drei von Helma Blank signierte Exemplare. Diese werden unter allen verlost, die bis spätestens Montag, 22. Januar, folgende Frage per E-Mail an „This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.“ richtig beantworten:  Wie viele Bücher sind von Helma Blank bereits erschienen? Bitte vergessen Sie nicht die Angabe Ihres Namen und der vollständigen Post-Adresse – viel Glück!

TSV 05 Ronsdorf scheiterte schon im Viertelfinale

Hallenstadtmeisterschaft mit Überraschungs-Finalisten



TSV-Neuzugang Marc Morsbach setzt sich hier in der Zwischenrunden-Begegnung gegen Germanias Felix Isenberg durch. Am Ende siegte der TSV 2:1. (Foto: oka)

(W./PK) Die Auslosung für die 31. Wuppertaler Hallenstadtmeisterschaft hatte es mit den Fußballteams aus dem Verbreitungsgebiet des SonntagsBlattes allzu gut gemeint: Die drei Mannschaften spielten alle in der Gruppe C. Die Zwischenrunde des traditionellen Turniers in der Unihalle fand am vergangnen Sonntag statt.
Die Zebras vom TSV 05 Ronsdorf marschierten dabei mit drei Siegen durch die Runde: Mit 2:1 Toren gewann man gegen den SSV Germania 1900, mit 3:2 gegen den immer wieder unbequem zu spielenden TSV Beyenburg und gar mit 4:1 gegen den SV Jägerhaus-Linde. Letztgenanntes Team konnte leider die Leistung im Laufe der Zwischenrunde nicht steigern, verlor alle drei Partien und schied frühzeitig aus.
Die Germania konnte unterdessen mit 2:0 Toren gegen die Beyenburger und mit 4:1 gegen die Linder gewinnen. So zogen die Ronsdorfer Zebras und die Freudenberger verdient in das Viertelfinale ein.
Hier trafen sich folgende acht Teams: Der Wuppertaler SV, TSV Union, ASV, FSV Vohwinkel, der Cronenberger SC, SSV Germania 1900, der TSV 05 Ronsdorf sowie die Sportfreunde Dönberg, der A-Kreisligist, der nichtsdestotrotz ein überragendes Turnier spielte und bis in das Endspiel vorstieß. Außerdem hatten die Dönberger die sangesfreudig­-s­ten Fans mitgebracht, die immer wieder für gute Laune auf den Rängen sorgten.
Gegen ebenjene Sportfreunde aus Dönberg konnten die Ronsdorfer ihre Favoritenrolle nicht wahrnehmen und verloren unglücklich mit 3:4 Toren. Der SSV Germania 1900 hat­te es mit Oberligist Cronenberger SC zu tun und verlor erst in der Verlängerung mit 4:5.
Das Spiel um Platz 3 entschied der Wuppertaler SV aus der Regionalliga für sich, während die Cronenberger (die im Halbfinale den WSV mit 5:0 „abzogen“) im Endspiel den Dönbergern keine Chance ließen, am Ende ziemlich deutlich mit 4:0 die Oberhand behielten und sich schließlich den Titel des Wuppertaler Hallenstadtmeisters sicherten.