Wer die Bürgerinitiative L 419 unterstützen möchte, näheres auf der Homepage:

www.buergerinitiative-l-419-keine-autobahn-durch-ronsdorf.de

 

Riesige Begeisterung beim
SingPause-Konzert

Die Historische Stadthalle erbebte am Mittwoch unter den vielen Kinderstimmen



Die Kinder der GGS Echoer Straße nahmen begeistert am SingPause Konzert teil. (Foto: NeK)

(Ro./NeK) Mehr als 1.200 Grundschulkinder versuchten, sich durch rhythmisches Klatschen die Wartezeit zu verkürzen. Es war eine ohrenbetäubende Geräuschkulisse am Mittwochmorgen im Großen Saal der altehrwürdigen Stadthalle in Elberfeld. Aber als die sechs „Dirigenten-Lehrer“ auf der Bühne das Ruhezeichen machten, wurde es mucksmäuschenstill. Und dann legten die 1.200 Kinder musikalisch los. Der wohl größte Chor Wuppertals sang die Lieder, die die Grundschulkinder im Projekt SingPause gelernt hatten. Moderator Raphael Amend konnte nicht nur Schüler, Eltern und Kinder aus allen Stadtteilen Wuppertals begrüßen, sondern auch Oberbürgermeister Andreas Mucke.
Der ließ es sich nicht nehmen und begrüßte schwungvoll auf der Bühne alle Akteure. „Das ist unsere Zukunft“, rief er den anwesenden Eltern zu, „die Zukunft Wuppertals“, ergänzte der Oberbürgermeister begeistert und bedankte sich bei den Lehrern und der Bergischen Musikschule für ihr Engagement. Leider könne es sich die Stadt Wuppertal im Gegensatz zu Düsseldorf nicht leisten, dieses tolle Projekt zu finanzieren. „Das gibt unser Haushalt nicht her“, erläuterte Andreas Mucke auf Nachfrage des SonntagsBlattes. „Das finde ich persönlich sehr ärgerlich!“
„Dies ist das vierte Konzert im Rahmen unserer Aktion SingPause“, berichtete Renate Schlomski, Leiterin der Bergischen Musikschule. In der Tat sei es überaus traurig, dass die Stadt das Projekt nicht unterstützen könne, so Schlomski. „Aber es ist uns gelungen, durch Spenden und Sponsoren ein Programm auf die Beine zu stellen, das sich sehen lassen kann“, betonte die Musikschulchefin voller Stolz. Gesponsert wurde das Event durch den Förderkreis der Musikschule, die Jackstädt-Stiftung, die Firma Knipex, den Landschaftsverband Rheinland, den Lions- und den Rotary-Club Wuppertal, die Schuler-Stiftung, durch die Stadtsparkasse und die Wuppertaler Stadtwerke.
Zehn Grundschulen nahmen an der SingPause in diesem Jahr teil. In diesem Projekt der „musikalischen Alphabetisierung“ lernten die Grundschulkinder unter Anleitung von professionell ausgebildeten Sängern ein großes Liederrepertoire kennen. Dazu kamen die Sänger zweimal in der Woche für 20 Minuten in den Unterricht. Die Lehrer blieben zwar im Klassenraum, machten aber mit ihrem Unterricht eine Pause. Höhepunkt war dann das gemeinsame Konzert in der Stadthalle.
„Seit zwei Jahren gehen wir in den Großen Saal“, erläuterte Renate Schlomski. „So erfahren die Kinder nicht nur das Erlebnis des großen Konzertes, sondern lernen auch Wuppertals klassischen Musiksaal kennen.“ Und hier schmetterten die Kinder dann gemeinsam zwölf Lieder in die festliche Halle. Unter ihnen waren auch Klassen der Grundschule Echoer Straße mit ihrem Schulleiter Sven Ludwig an der Spitze. Die Ronsdorfer Kinder waren total begeistert von dieser genialen Atmosphäre.

 

„Für jeden Geschmack was dabei“

Zweiter Restaurant-Day lockte dieses Jahr mehr Besucher



Die zahlreichen Gäste genossen sichtlich das Angebot an Burgern und Cocktails. (Foto: MM)

(Lü./MM) Im vergangenen Jahr war der Restaurant-Day in der Lüttringhauser Gertenbachstaße noch eher spontan innerhalb weniger Wochen auf die Beine gestellt worden. In diesem Jahr hielten die Organisatoren am Grundgerüst fest, sorgten aber auch für die eine oder andere Änderung. Unter anderem war die Straße zwischen dem F(l)air-Weltladen und dem Eiscafé Belfi für den Autoverkehr gesperrt worden: Während bei der Premiere die eine oder andere brenzlige Situation entstand, weil Fahrzeuge durch die Menschenmenge „heizen“ wollten, wäre dies aufgrund der Vielzahl der Besucher in diesem Jahr gar nicht möglich gewesen: Rund doppelt so viele Gäste als im vergangenen Juni konnten die Teilnehmer in ihren Straßen- oder Geschäftsrestaurants begrüßen.
Was die Passanten aber auch in diesem Jahr begeisterte, war die kulinarische Vielfalt: „Hier ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei“, freute sich Sabine Lippertz, die am Stand von „Enjoy Plants“ einen köstlichen Planty-Burger servierte. Und das war es auch: Während Volker Beckmann und sein Team beim F(l)air-Weltladen fair gehandelten Wein ausschenkten und natürlich auch berieten, zapfte Thorsten Greuling vor seiner „Kaminlandschaft“ gegenüber den ganzen Abend ein Bier nach dem anderen. „Die Leute haben uns leergetrunken“, freute er sich am späten Abend, zuvor hatte es auch schon direkt nebenan „ausverkauft“ gehießen: Dort gab es Burger mit saftig-zartem Fleisch aus dem Smoker, was zuvor meist für lange Schlangen auf der Gertenbachstraße gesorgt hatte. Das war aber nicht schlimm, schließlich konnte man dabei zahlreichen Musikern aus der Umgebung zuhören, die an verschiedenen Stellen ihr Können präsentierten.
Ob leckere Smoothies, Cocktails oder Softdrinks, niemand musste mit trockener Kehle wieder nach Hause gehen. Auch für Burger Brezeln - das Titelthema der diesjährigen „Bergischen Heimatspiele, nach deren Aufführung der Restaurant-Day wieder stattfand - war auf der Schlemmermeile gesorgt, während die Eventschmiede Solingen ebenso die Blicke auf sich zog. Ein einiges „Wahnsinn“ war Mitorganisator Sascha von Gerishem zwischendurch zu entlocken, während er in seiner heimischen Küche Pommes und Wurst servierte und immer mal wieder über die Gertenbachstraße zu den anderen Ständen hetzte.
Lediglich die laute Diskomusik des DJ-Duos kam nicht bei jedem Besucher gut an. Aber spätestens als dann auch Oldies wie „YMCA“ aufgelegt wurden, verwandelte sich die Straße vor dem Café Lichtblick in der historischen Ortsmitte zu einer riesigen Tanzfläche. So war nicht nur kulinarisch beim zweiten Restaurant-Day für jeden Geschmack etwas dabei.

 

Gottesdienst auf dem Bauernhof

Evangelisch-reformierte Gemeinde folgte einer Einladung



Aufmerksam lauschte man der Predigt von Pfarrer Dr. Jochen Denker. (Foto: JoB)

(Ro./Red.) Dieser Sonntag war wie dafür geschaffen, einen Familiengottesdienst mal in freier Natur auf einem Bauernhof zu gestalten. Auf dem Hof der Familie Huppertsberg an der Friedrichshöhe hatte man alles liebevoll hergerichtet, um für die Reformierte Gemeinde die ansprechende Atmosphäre zu schaffen. Und weil das Wetter so wunderbar mitspielte, kamen mehrere Generationen Ge­mein­de­mit­glie­der, um diesem au­ßer­ge­wöhn­lichen Gottesdienst beizuwohnen. Im Anschluss an Gottesdienst und Abendmahl saß man noch länger in der herrlichen Natur beisammen und ließ es sich bei Gegrilltem, Getränken und Gesprächen gutgehen.

 

Erstmals am Schützenplatz

Feuerwehr feiert Sommerfest am neuen Gerätehaus

Die Lüttringhauser Floriansjänger laden am nächsten Wochenende erstmals in ihre neue Wache am Schützenplatz zum traditionellen Sommerfest ein. (Foto: MM)

(Lü./Red.) Lange mussten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Lüttringhausen (FFL) warten, bis sie nach dem Umzug der Wache vom alten Schützenhaus an der Richard-Koenigs-Straße zum neuen Domizil am Schützenplatz den ersten Einsatz fahren mussten. Was grundsätzlich positiv zu bewerten ist, war für die Floriansjünger natürlich auch eine Geduldsprobe - denn mit den neuen Räumlichkeiten sind natürlich auch einige Umstellungen im Ablauf bei einer Alarmierung verbunden. Aber das dürfte sich in den letzten Wochen dann eingespielt haben.
Ebenfalls Neuland betritt die FFL mit ihrem diesjährigen Sommerfest. Denn das findet ebenfalls erstmals im neuen Gerätehaus statt. Am Freitag, 30. Juni, und Samstag, 1. Juli, können Interessierte die moderne und deutlich geräumigere Wagenhalle, die Sozial- und Besprechungsräume sowie alles andere Am Schützenplatz 40 mal etwas genauer unter die Lupe nehmen. Der große Vorplatz vor dem FFL-Gebäude sorgt natürlich dafür, dass genügend Platz für zahlreiche Attraktionen ist.
Das diesjährige Sommerfest der Löscheinheit Lüttringhausen beginnt am Freitagabend ab 19 Uhr mit einer großen Party. Kulinarisch wird dann wieder „groß aufgefahren“: Cocktails und die beliebten Brat- und Pferdewüste gibt es dann ebenso wie ein Chili con Carne, das den Besuchern ein wenig „einheizen“ wird. Für den Rest sorgt die DJ-Musik von „DU-Disco“, die es auch am Samstag geben wird.
Am 1. Juli geht es bereits ab 11 Uhr los. Die Jugendfeuerwehr hält natürlich auch in diesem Jahr zahlreiche Aktivitäten für die jüngeren Besucher bereit, ebenso werden wieder Rundfahrten im Feuerwehrauto durch Lüttringhausen angeboten. Im Rahmen des FFL-Sommerfestes kann man aber auch die Fahrzeuge der Einheit inspizieren und sich erklären lassen. Ab 13 Uhr darf man zudem in der Drehleiter einen Rundblick über den Stadtteil genießen. Für Kaffee und Kuchen sowie Waffeln, Leckeres vom Grill und natürlich eine Cocktailbar ist auch am Samstag gesorgt.

 

Eklat um Bezirksvertretung

Scheuermann-Giskes: „Wollen nicht vertröstet werden“

(Ro./Red.) Hohe Wellen im Tal schlug es, als am Montagabend der Ronsdorfer Bezirksbürgermeister Harald Scheuermann-Giskes die Sitzung der Bezirksvertretung (BV) kurzerhand wegen Erkrankung der Geschäftsführerin absagte. Das Cronenberger Stadtteilparlament, das am Mittwoch tagen sollte, zog sogleich nach.
Grund hierfür war ein Protest der Bezirksbürgermeister, dass sich die Situation bei den Geschäftsführern bislang nicht verbessert habe. Zwar sei die fünfte Stelle wie versprochen besetzt worden, die städtische Mitarbeiterin sei seit Anfang des Jahres aber ebenfalls erkrankt, sodass derzeit nur drei Mitarbeiter die Aufgaben der BVen erledigen könnten. Da riss den Bezirksbürgermeistern der Geduldsfaden: „Wir wollen nicht immer weiter vertröstet werden“, zeigte sich Scheuermann-Giskes verärgert.
Besonders, dass die Bürgermeister eigenmächtig die Sitzungen abgesagt hatten, stieß im Rathaus auf Kritik. Es sei ja wohl „die ureigenste Aufgabe eines Bezirksbürgermeisters“, konterte der erste Bürger Ronsdorfs gegenüber dem SonntagsBlatt. „Wir lassen uns von der Verwaltungsspitze nicht auseinanderdividieren.“
Dass die BV jedoch um ihre Verantwortung weiß, zeigt, dass für den Dienstag, 27. Juni, nun eine Sondersitzung angesetzt wurde. Dort stehen unter anderem Veränderungssperren auf der Tagesordnung, bei denen die Fristen sonst ablaufen würden. „Wir hätten die Verwaltung auch auflaufen lassen können“, resümiert Scheuermann-Giskes.