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Kinder entdecken den Spaß am Schmökern

Zahlreiche Aktionen rund ums Buch zum bundesweiten Vorlesetag



Wie man es den Zuhörern ansieht: Klaus Lemanczyk (li.) und Doris Hartmann (re.) boten eine szenische Lesung aus „Ein Schaf für’s Leben“. (Foto: AS)

(Ro./AS/NeK) „Wir bekennen uns ganz klar zum Medium Buch“, betont Beate Hausmann anlässlich des 14. bundesweiten Vorlesetages, der auch in Ronsdorf auf offene Ohren im wahrsten Wortsinn stieß. An der Gemeinschaftsgrundschule Echoer Straße möchte man die Kinder ganz bewusst ans Buch heranfrühren. Deshalb ist die Teilnahme an der von der „Stiftung Lesen“ initiierten Aktion an der Grundschule seit Jahren liebgewonnene Tradition.
Gemeinsam mit ihrer Kollegin Kathrin Jorzig organisiert die Lehrerin den Vorlesetag an der Echoer Straße. Beate Hausmann selber lebt bewusst in einer analogen Welt. So braucht sie weder Smartphone, noch das Internet. „Ich bin bekennender Bücherfan“, erzählt sie von sich – und hat beispielsweise den Büchertisch der Schule und die klasseneigene Bibliothek eingeführt.
 Waren es anfangs Lehrer, die anlässlich des Vorlesetages vor den Kindern saßen, um ihnen den Spaß am Lesen nahezubringen, konnte man später Gäste für die Veranstaltung gewinnen.  „Wir bemerken, dass die Begeisterung der Kinder wächst, wenn leibhaftige Autoren vor den Kindern sitzen, um ihre Bücher vorzustellen“, stellt Beate Hausmann fest. Oder echte Schauspieler, wie es jetzt Freitag der Fall war. So trugen Doris Hartmann und Klaus Lemanczyk, die dem Ensemble des „TalTon-Theater“ Wuppertal angehgören, zum Gelingen der Veranstaltung bei.
„Wir haben spontan zugesagt, als die Einladung zum Vorlesetag in Ronsdorf kam“, berichtet Klaus Lemanczyk. Gemeinsam mit seiner Kollegin Doris Hartmann steht er gerade mit dem Stück „Wir sind die Neuen“ auf der Bühne. Die Anfrage aus Ronsdorf erreichte die beiden während der Proben zu ihrem neuen Stück „Hexenjagd“, das im März Premiere feiert. „Nach einer recht kurzen Vorbereitung sind wir ins kalte Wasser gesprungen“, lacht Doris Hartmann. Die beiden hatten sichtlich Spaß, als sie den Grundschülern aus dem Kinderbuch „Ein Schaf für’s Leben“ eine szenische Lesung vortrugen.
Ein gern gesehener Gast ist der Wuppertaler Schriftsteller Hermann Schulz. „Dabei habe ich erst mit 14 angefangen zu lesen“, schmunzelt der in Afrika geborene Literat, der 34 Jahre lang den Wuppertaler Peter Hammer-Verlag leitete, bevor er die Seiten wechselte und Schriftsteller wurde.
Am Freitag berichtete er den Dritt- und Viertklässlern auf kurzweilige Art von seiner Jugend, die er in Afrika verbracht hatte. Dazu hatte Schulz sein neues Buch „Lady Happy und der Zauberer von Ukerewe“ im Gepäck, aus denen er einige Passagen vorlas.
Ein waschechter Krimiautor las beim bundesweiten Vorlesetag im Kindergarten Schenkstraße Krimigeschichten vor. „Nein, meine eigenen Krimis lese ich nicht vor“, sagte Dr. Stefan Barz lachend. Er schreibe keine Kinderbücher. Aber sein Krimi „Schandpfahl“ wurde im vergangenen Jahr als bester Eifelkrimi ausgezeichnet. Im wirklichen Leben ist Barz Lehrer für Deutsch und Philosophie am Gertrud-Bäumer-Gymnasium in Remscheid.
An diesem Freitag nutzte er zwei Freistunden, um im Kindergarten Schenkstraße zwei Kindergruppen Geschichten aus dem Kinder-Krimibuch „Von Detektiven, Spürnasen und Spionen“ vorzulesen. Die Kinder hörten höchst ihm konzentriert zu.
Der Wahl-Wuppertaler ist selber Vater eines Kindes in dieser Einrichtung – und so war es kein großes Problem für Leiterin Renate Kolodziej, den Autor zu gewinnen. Die Kleinen waren begeistert und hätten gerne noch mehr Geschichten an diesem Tag gehört. Aber zwei Freistunden sind eben keine sehr lange Zeit.

Kleine Schritte ­–
statt globale Probleme zu lösen

Jürgen Wiebicke trug im reformierten Gemeindesaal seine zehn Regeln für Demokratie-Retter vor



Jürgen Wiebicke (r.) war auf Einladung von Pfarrer Dr. Jochen Denker nach Ronsdorf gekommen. (Foto: NeK)

(Ro./NeK) Am Mittwoch konnte Pfarrer Dr. Jochen Denker mehr als 80 Personen im Gemeindesaal der Reformierten Kirche den studierten Germanisten und Philosophen Jürgen Wiebicke begrüßen. Es ging um das aktuelle Buch des WDR-Moderators „Zehn Regeln für Demokratie-Retter“. „Das Buch war schnell geschrieben“ erzählte Wiebicke, „aber es ist der Ausfluss jahrelanger politischer Diskussionen.“ Der Anstoß sei die Wahl von Donald Trump in den USA gewesen.
„Es braucht Räume der Geselligkeit, um sich über öffentliche Angelegenheiten auszutauschen“, begründete Pfarrer Dr. Jochen Denker die Einladung. Man habe im Vorfeld der letzten Bundestagswahl auch deshalb keine Diskussion mit den Kandidaten durchgeführt, so der Pfarrer, da man sich über das Thema Einladung der AfD nicht einig geworden sei.
Das war für den Gast eine wunderbare Vorlage, seine Thesen des „schwachen Denkens“ zu erläutern. Besonders wichtig sei es, offen und tolerant zu sein. „Ebenso müssen wir auch mal andere Meinungen gelten lassen als die eigene und Menschen mit anderer Meinung genau zuhören“, erläuterte Jürgen Wiebicke. Aber wir dürften uns auch nicht auf eine Partei in der öffentlichen Diskussion fokussieren lassen. Genauso wenig dürften wir mit Scheuklappen das Potential, das überall noch vorhanden ist, ausblenden. Es sei niemandem geholfen, wenn nur gegen „die Gesellschaft“ und „die Politiker“ gehetzt werde. Wir müssten uns öffnen, für alles, was um uns herum geschieht, aber gleichzeitig dürften wir auch nicht vergessen, für unsere Ziele zu brennen. „Und Schlechtes gehört auch so benannt und sollte heftigen Gegenwind bekommen“, so Jürgen Wiebicke zur AfD.
Aber das eigentliche Thema waren die zehn Regeln für Demokratie-Retter. Das Büchlein lässt sich genauso gut lesen, wie man dem Radiomoderator bei seinem kurzweiligen Vortrag zuhören konnte. Kleine Schritte vor Ort, sich mit seiner Stadt identifizieren, und weg von der Haltung: „Man kann eh nix machen“. Mit seinen Vorschlägen zur Netzwerkbildung und offenen Toleranz traf Wiebicke bei der Reformierten Gemeinde und den Zuhörern an diesem Abend natürlich auf offene Ohren und Türen.
Als Fazit benannte der Buchautor, dass er zu den Krisen der letzten fünf Jahre keine wirkliche Lösung gehabt hätte und nie gewusst hätte, was richtig gewesen wäre. In der anschließenden Diskussion antwortete Wiebicke auf die Frage, ob sein „schwaches Denken“ mit der politischen Haltung Angela Merkels identisch sei, heftig mit dem Hinweis, die Bundeskanzlerin hätte mit ihrer These, es gebe keine Alternative, genau das Gegenteil bewirkt.
Es sei eine Art Impulsreferat in der politischen Diskussion in der Reformierten Gemeinde gewesen, fasste Dr. Jochen Denker den Abend zusammen. Der Dank für diesen hoch interessanten Abend ging auch an Gerhard von der Heyden, der das Presbyterium auf diesen Autoren aufmerksam gemacht hatte.

Seltenes Ereignis: Gnadenhochzeit

Das Ehepaar Halbach ist seit 70 Jahren verheiratet



Das gibt es nur sehr selten: Elisabeth und Gottfried Halbach sind seit 70 Jahren verheiratet. (Foto: U.Halbach)

(Ro./Red.) Das ist schon ein außergewöhnlich seltenes Ehejubiläum, was am Samstag, 18. November, von den Eheleuten Elisabeth und Gottfried Halbach gefeiert wird.
So ein Jubiläum ist nicht vielen vergönnt, sieht man einmal vom englischen Königshaus ab, wo Elisabeth mit ihrem Philip zwei Tage später Gnadenhochzeit feiert.
Die Halbachs feiern an ihrem Ehrentag um 15 Uhr mit einem Gottesdienst in der reformierten Kirche in Ronsdorf. Nach einem Empfang um 16 Uhr wird im Saal des Gemeindehauses weitergefeiert.
Eine große Gratulantenschar ist gewiss, hat das Jubelpaar doch selbst fünf Kinder und viele weitere Nachkommen. Zudem wird sicher auch der gemischte Chor der Evangelisch-reformierten Gemeinde unter Dirigent Jürgen Harder einiges zum Besten geben, wurde der Chor doch am 19. November 1947 gegründet und feiert nun sein 70-jähriges Chor­jubiläum.
Zum ersten Mal trat bei der Hochzeit der Halbachs  ein Frauenchor und ein Männerchor gemeinsam auf. Der gemeinsame Gesang be­geisterte die Mitwirkenden und so beschloss man, den ge­mischten Kirchenchor zu gründen.
Die heute 34 Aktiven feiern nun zwei der Gründungsmitglieder: Elisabeth und Gottfried Halbach.

Kinder lieben das neue Mäusenest

Grundschule Marper Schulweg eröffnet Ganztag-Räume



Schuldezernent Dr. Stefan Kühn schnitt das rote Band durch zur Eröffnung des Mäusenestes. (Foto: NeK)

(Ba./NeK) „Vor 20 Jahren hat alles mit 20 Kindern angefangen“, betonte die Vorsitzende des Vereins „Marper Mäusehöhle“, Dr. Martina Hartwig. Stolz konnte sie auf den erreichten Erfolg verweisen. 120 Kinder können jetzt von zehn Personen täglich im verlässlichen Ganztag an der Grundschule Marper Schulweg betreut werden. Und im Beisein von Schuldezernent Dr. Stefan Kühn wurden am Montag die Räume des „Mäusenestes“ in der alten Hausmeisterwohnung eröffnet. Gemeinsam schnitt man zusammen mit Schülern und dem Schulleiter Oliver Sohn das rote Band durch.
Die Ehrengäste, dazu zählte Kühn auch die Schüler, konnten danach die wunderbar hergerichteten Räume besichtigen. Möglich war die Renovierung auch deshalb geworden, da der sommerliche Sponsorenlauf (das SonntagsBlatt berichtete) und weitere Spenden über 30.000 Euro in die Kassen des Schulvereins gespült haben.
Dr. Hartwig ist im Verein, seitdem ihre Tochter vor drei Jahren an die Schule kam. Als sie die Arbeit „ihrer“ Mitarbeiterinnen in ihrer Rede lobte, kam das Lob an sie als Vorsitzende mit großem Beifall zurück. Schulleiter Oliver Sohn betonte, wie toll das ist, dass der Verein „Marper Mäusehöhle“ so aktiv sei.

BTV feierte 125. Stiftungsfest

Verein präsentierte sich als eine lebendige Gemeinschaft



Ob Kraftsportarten wie Judo oder Elegantes wie Tanz, im BTV scheint man alles zu können. (Foto: db)

(Ro./Red.) Nicht nur das 125-jährige Vereinsbestehen wurde beim Stiftungsfest des BTV Ronsdorf-Graben gefeiert. Für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit wurden Cornelia Kottmann und Erna Halbig geehrt. Auf 50 Jahre BTV können Rosemarie Indefrey, Ursel Jacobs und Gerhard Lenz zurückblicken. Seit 70 Jahren ist Horst Zimmermann dabei.  Zudem gab es Auszeichnungen für die Einradgruppe (Teilnahme an der EM in Holland) und Einradfahrer Reiner Berger (3. Platz bei der EM).